5 Ideen für Spiele, die das Kind eine Stunde lang beschäftigen werden.

Einbalsamierer

Für dieses Spiel werden etwa zwei Toilettenpapierrollen benötigt. Eine der Versionen lädt den Kleinen/die Kleine ein, sich selbst genau mit Toilletenpapier zu wickeln – genau wie die Mumien im alten Ägypten. Manchmal ist es für das Kind schwierig, das Toilletenpapier auf verschiedene Körperteile zu wickeln und es bittet um Hilfe. Es geht aber darum, dass das Kind damit alleine klarkommen soll. Deshalb ist die Mumifizierung von Spielzeugen eine bessere Idee.

In jedem Haus wird es ein paar Kuscheltiere geben, die bereit sind, mitzumachen. Und das Spiel fängt von vorne an: die Hände, Beine, der Hals, der Kopf, die Ohren, die Schwänze. Wenn du genung Mut hast, gibst du deinem Kind eine Rolle Klebeband für eine bessere Wirkung. Bei uns haben wir sogar ein Grab aus Kissen gebaut. Wir haben auch die Augen und Lippen auf mumifiziertem Spielzeug gemalt. Über eine Stunde Ruhe ist garantiert.

Kiste der Viefältigkeit

Es ist so eine geheime Kiste, in die die Eltern Müll werfen. Das heißt: Aus der Sicht der Erwachsenen ist es der Müll. Für das Kind handelt es sich hier meistens um die wertvollsten Schätze der Welt. Das ist eine Kiste für schlechte Zeiten. Natürlich hängt ihre Größe von den Wohnungsbedingungen ab. Manchmal ist es ein Schuhkarton, ein anderes Mal ist es ein Staubsaugerkarton oder eine andere Verpackung, wie z. B. von der Mikrowelle.

Auf jeden Fall landen darin: raschelndes Bonbonpapier, Rollen von Papierhandtüchern und Toilettenpapier, Streichholzschachteln, Silberpapier, Materialreste, ein altes Handtuch oder ein Stück Gardine, Fäden, Garnrollen, einige Steine, Muscheln, Säcke, Schleifchen, sogar gelegentlich Etiketten von Kleidungsstücken, sicherlich mindestens eine bunte Zeitung, usw. Wenn der richtige Moment kommt, ein Moment des Nörgelns, dann nimmst du diesen Ideenschatz und lässt das Kind mit der Beute alleine. Du kannst dein Kind auch mit einem bestimmten Thema wie Raumschiff, Moderevue, Puppenhaus, Racer, Roboter, usw. lassen. Indem dein Kind unabhängig und kreativ ist, kannst du die Zeit nur für dich gewinnen.

Indianer

Ein Thema, das nie langweilig wird, besonders bei den Jungs. Deine Rolle besteht darin, das Gesicht eines Indianers zu skizzieren, das dein Kind mit verschiedenen Kriegsbildern schmückt. Das nimmt schon bisschen Zeit in Anspruch. Dann muss man das Gesicht vorsichtig ausschneiden. Dann kommt ein Ballon ins Spiel, der mehr oder weniger auf die Größe eines menschlichen Kopfes aufgeblasen werden muss. Hilf deinem Kind bei dieser Tätigkeit nicht aus. Es schafft das schon. Zum Kopf klebt das Kind das Gesicht des Indianers. Am besten sollte ein Klebeband oder ein normaler Klebstoff verwendet werden. Wenn es schon gelingt, haben wir einen fertigen Roten Mann, mit dem man kämpfen, Snitzeljagt spielen oder die Tiere aufspüren kann. Bei uns hat sich eine Variante des Spiels bewährt, bei der das Kind einen Indianer so lange wirft, wie es kann, damit er nicht auf den Boden fällt, d. h. das Kind wirf einfach den Ballon. Der Vorteil dieser Aktivität ist auch die körperliche Ermüdung des Materials (sprich: des Kindes). Es gab auch Wettbewerbe – was fliegt weiter: ein Ballon oder eine Feder, ein Ballon oder ein Stück Papier, ein Ballon oder ein Handschuh. Wenn alles gut geht, ist eine Stunde Zeit für die Eltern garantiert. Guter Tipp: Behalte immer ein paar Ballons. Manchmal enden indianische Abenteuer mit einem Knall.

Kochen

Aber kein echtes Kochen, denn in diesem Fall müsstest du deinem Kind sicherlich helfen. Es geht um experimentelles Kochen „aus dem Nichts“, oder besser gesagt aus allem. Bei uns hat es damit angefangen, dass wir eine Maus in die Falle locken wollten. Irgendwie musste sie von einer Delikatesse angelockt werden.

Man musste der Fantasie freien Lauf lassen. In der aktuellen Version geht es darum, dass das Kind in eine große Schüssel verschiedene Sachen wirft, dann mischt es sie und prüft, was dabei herauskommt. Zuerst etwas Wasser, dann die Farben und bisschen Knetmasse. Dann werden die Farben gemischt. Darüber hinaus ein wenig Reis – und es wird weiter gemischt, bisschen Mehl – und es wird wieder gemischt, Brotkrümel und dann wieder mischen. Häufig lasse ich für dieses Kochen die Schalen von geschälten Äpfeln, geschälte Nussschalen, Papierstücke, sogar Schalen von gekochten Eiern, usw., die ich zum Kochen verwendet habe.

Es geht nicht darum, dass das Kind benötigte Produkte verwendet (und verbraucht), aber ich verbiete nicht alles. Es passiert nichts, wenn das Kind einen Löffel Mehl verbraucht. Das Mehl verdickt perfekt die geheimnisvolle Mixtur (dieser Name funktioniert gut, wenn die Jungs mit uns spielen, die nicht so gerne am Herd stehen). Wenn ihr das mal geübt habt und dein Kind weiß, was es in die Schüssel werfen darf, wirst du sehen, dass es sich lange Zeit mit dem Kochen beschäftigen wird.

Bunte Tabletten

Die Kinder lieben sie, und normalerweise (wenn sie nicht krank sind), dürfen sie sie nicht berühren. Nach einer Erkältung gab es bei uns ein paar leere Packungen von Tabletten – größere und kleinere. Jemand könnte denken, wir würden sie wegwerfen, aber nein. Wir können alles gebrauchen. Und tatsächlich hat Karolina mit der häuslichen Herstellung von Pastillen begonnen (so werden sie genannt, die Tabletten klingen zu banal). Gieße in diese leeren Packungen Wasser, das das Kind mit verschiedenen Farben färbt. Das Einfüllen in die kleinen Fächer selbst erfordert viel Aufmerksamkeit. Dafür braucht man einen kleinen Teelöffel, ein Röhrchen, eine Pipette, eine Pinsel. Was man gerade zur Hand hat.

Man muss sich schon bisschen beschmieren, aber genau darum geht es, das Kind damit glücklich zu machen. Und so malt es eine lange Zeit jede Tablette mit einer entsprechenden Farbe. Wenn alle bemalt sind, legen wir sie vorsichtig in den Gefrierschrank. Während dieser Zeit geht das Kind, ein Krankenhaus für die Spielzeuge vorzubereiten. Da Tabletten gemacht werden, dürfen die Patienten nicht fehlen. Es dauert eine gute halbe Stunde, alle Teddybären und Puppen vorzubereiten, Krankheiten zu diagnostizieren, sie an den richtigen Stellen im Krankenhaus zu lokalisieren, Rezepte zu schreiben und so weiter. Und dann nehmen wir die gefrorenen Tabletten. Die Patienten nehmen sie ein und das Kind ist begeistert.

Natürlich muss man erklären, dass sie nach der Einnahme in einer Schüssel landen, denn nach einer Weile lösen sie sich auf. Aber es gibt jede Menge Spaß. Und wie vorzubereiten. Da Tabletten gemacht werden, dürfen die Patienten nicht fehlen. Es dauert eine gute halbe Stunde, alle Teddybären und Puppen vorzubereiten, Krankheiten zu diagnostizieren, sie an den richtigen Stellen im Krankenhaus zu lokalisieren, Rezepte zu schreiben und so weiter. Und dann nehmen wir die gefrorenen Tabletten. Die Patienten nehmen sie ein und das Kind ist begeistert. Natürlich muss man erklären, dass sie nach der Einnahme in einer Schüssel landen, denn nach einer Weile lösen sie sich auf. Aber es gibt jede Menge Spaß. Und wie viel Freude macht es, den Bedürftigen zu helfen!

Quelle und Bildrechte: Anna Jankowska