1. Bade, Zähne putzen usw.
  2. Ruhige Spiel vor dem Zubettgehen – ca. 15 Minuten (funktioniert bei Vorschulkinder und bei älteren Kinder, mit jüngeren Kinder nicht unbedingt).
  3. Eine gemeinsame Wahl von Buch. Es muss nicht immer neues Buch sein. Kinder kommen gerne zu ihren Favoriten zurück.
  4. Lesen, wenn das Kind schon im Bett liegt (15-20 Minuten).
  5. Ende der Lesung wie vereinbart. Wir enden nicht schneller weil, z.B. das Telefon klingelte. Zusätzliche Kapitel kommen eigentlich nicht in Frage. Neugieriges Kind wird uns am nächste Tag bitten um ihm zu lesen oder (noch besser) wird allein zum Bett gehen, weil es wird gelesen.
  6. Kurze Gespräch (wenn das Kind es braucht) über das, was in dem Buch geschah.

Ein paar technische Hinweise

  • Das Kind muss wissen, wieviel Zeit investiert ihr täglich ins lesen. Minimum kennst du. Maximum – es hängt von dir ab.
  • Zeigt deinem Kind nicht nur Bilder, aber auch der Anfang des Kapitels oder fett geschriebene Worte. Es ist ein Vorspiel zum Lesen lernen (auch Kleinkinder profitieren).
  • Macht ihr Check: wo ist die Liste der Inhalte? Wie viele Kapitel hat das Buch? Wer hat das illustriert? Es wird später, in der Schule, sehr nützlich sein.
  • Falls das Buch wird ein paar Tage gelesen beginn immer mit dem Titel. Eventuell, wenn notwendig ist, sollt ihr euch erinnern wo habt ihr geendet.
  • Spiel ein bisschen. Ich weiß, nicht jede mag, aber kannst du dich erinnern was für monotone Stimme haben manche Lehrer gehabt? Genau!
  • Beim abendlichen Lesen vielleicht nicht, aber wenn du deinem Kind tagsüber liest, lass dem Kind sich bewegen, erleben, abbrechen, kommentieren sogar malen. Es bedeutet überhaupt nicht, dass dein Kind dich nicht hört.
  • Wenn du Zweifel hast, ob das Buch für dein Kind interessant ist, frag einfach. Wenn ja, dann ist kein Problem. Ich habe manchmal etwas gelesen was mir langweilig vorkam. Meine Tochter war aber begeistert. Oder umgekehrt.
  • Wenn du der Meinung bist, dass Inhalt des Buches ist nicht für dein Kind geeignet, sag es ihm einfach. Wenn nur möglich ist, lass das Kind nicht mit einem einfachen „nein“, schlage einen anderen Titel vor.