Wie bereite ich ein Kind auf den Kindergarten vor? Beginne mit dir selbst, Mama!

Wie bereite ich ein Kind auf den Kindergarten vor? Beginne mit dir selbst, Mama!

Der Dreijährige zu Hause (ich weiß, geht spazieren, trifft sich mit Gleichaltrigen) ist eine ernsthafte Herausforderung. Sicher, Mama ist wirklich eine sehr interessante Person. Ja, sie ist die ganze Welt, aber wird auch Sandbox-Freunde ersetzen? Wie bereite ich ein Kind auf den Kindergarten vor? Beginne mit dir selbst, Mama!

Information ist die Basis. Du weißt bereits, dass ich ein großer Anhänger der vorherigen Planung aller Aktivitäten in Bezug auf das Kind bin. Besonders die, die seine Gefühle betreffen. Ein Kind über Veränderung in seinem Leben zu informieren, ist der Schlüssel zum Erfolg. Ein Kind in den Kindergarten zu schicken, ist genau eine solche Veränderung. Die schlechte Nachricht (ich verspreche, dass die einzige in diesem Artikel ist) ist, dass es nicht möglich ist, ohne Familienwelt auf den Kopf zu stellen. Je früher wir dies realisieren, desto leichter werden wir uns an diese Idee gewöhnen, ohne Energie für unnötige Dinge zu verlieren. Wir werden uns auf das Wesentliche der Herausforderung konzentrieren. Denk immer daran, dass dies eine sehr, sehr, sehr positive Veränderung ist. Auf den ersten Blick scheint es natürlich schwierig zu sein, manchmal sogar unmöglich zu schaffen. Letztendlich wird es jedoch endgültig was Gutes für alle.

Zeig mir deinen Plan

Für eine effektive Vorbereitung ist ein allgemeiner Plan erforderlich, aus dem du problemlos die Details abrufen kannst. Ich habe mir einmal einen solchen Plan ausgedacht. Ich teile es mit dir, es kann nützlich sein.

  1. Bereite Mama (und Papa) darauf vor, in den Kindergarten zu gehen.
  2. Einen Kindergarten wählen (ja, ich weiß, es ist nur eine Theorie, jeder ist froh, wenn er in einen Kindergarten Platz findet).
  3. Vorbereitung eines Kindes auf den Kindergarten (Aufbau von Unabhängigkeit und Geborgenheit, Bildungsprogramme, Märchen, Bücher über den Kindergarten, Erinnerungen der Eltern und Großeltern über den Kindergarten, die die Vorteile der Einrichtung aufzeigen und eine Kindergartenausstattung zusammenstellen).
  4. Mit Gleichaltrigen zähmen.
  5. Schnuppern Tage (im Kindergarten – es lohnt sich nicht, sie zu versäumen. Schließlich kann dein Kind Freunde kennen lernen, eine neue Dame kennen lernen, ein Gebäude, eine Nachbarschaft, einen Weg zum Kindergarten.
  6. Erste Tage im Kindergarten – Zeit für echte Anpassung und Integrierung.

Es ist viel, ich weiß. Ich habe nicht alles geschrieben und trotzdem ist immer noch viel. Heute möchte ich mich jedoch hauptsächlich auf dich und deine Gefühle konzentrieren. Jemand mag denken, dass sich alles in dieser Adaptation um das Kind dreht, aber ich denke, dass die Haltung der Mutter grundlegend ist. Wenn du es schaffst, wird das Kind auch schaffen.

Ich bin keine übermäßig beschützende Mutter

Wie kannst du dich darauf vorbereiten? Geistig und emotional. Sehr oft ist ein dreijähriges Kind bereit, in den Kindergarten zu gehen. Und du zögerst immer noch und überlegst, ob es für dein Kind gut ist.

Du bist es gewohnt, sich in diesen Jahren um die Grundversorgung und die Grundbedürfnisse zu kümmern: Schlafen, Essen, Hygiene, hundertprozentige Konzentration auf das Kind, lassen dich staunen. Wird er dort nicht müde sein? Ob wird er genügend essen? Zuhause isst doch nicht alles. Wird er seine Mutze auf die Ohren ziehen, wenn er sich anzieht? Von solchen Dingen bis jetzt gab doch Mama. Und noch Pipi machen. Klappt es mit der Toilette? Dann wacht der innere Vulkan der Ängste langsam auf.

Und dies ist nicht das Ende von Dilemmas. Irgendwo inne (unter einer docken Schicht von Besorgnis) lauert eine Zerreißung. Oft kann man es kaum erwarten, dass das Kind in den Kindergarten geht. Denn es ist eine Chance für dich, zur Arbeit zurückzukehren, unter einem Haufen Windeln, Rassel, Plüschtieren ausgraben und sich daran zu erinnern, dass du das Leben auch dann genießen kannst, wenn kein Kind in der Nähe ist. Einerseits willst du, andererseits willst du nicht. Mutter hat nicht leicht.

Reif für den Kindergarten

Um ein psychisches Gleichgewicht zu erreichen, ist es natürlich wichtig, sicher zu sein, dass dem Kind nix schlimmes passiert. Oder anders- dass das Kind im Kindergarten glücklich ist. Es stellt sich die Frage: Warum sollte ihm etwas passieren? Das Kind braucht oft einen Kindergarten: Gleichaltrige, andere Regeln, eine Dame, die immer Recht hat. Die Trennung ist schwierig, aber notwendig. Ein Kind, das für diesen Schritt bereit ist, zeigt es dir, wenn du genau hinschaust.

Das Kind ist bereit für den Kindergarten, wenn:

  • Bleibt paar Stunden mit Familienangehörigen oder Bekannten.
Das Kind ist bereit für den Kindergarten, wenn:
  • Bleibt paar Stunden mit Familienangehörigen oder Bekannten. Braucht deine ständige Anwesenheit nicht und ist sich sicher, dass du immer zur vereinbarten Zeit wiederkommst.
  • Hat Interesse an andere und ältere Kinder, obwohl sie ihm nicht viel Aufmerksam schenken. Während des Spaziergangs entkommt das Kind dir, anstatt mit dir an der Hand herumzulaufen.
  • Das Kind spielt in einer Kindergruppe, was bedeutet nicht, dass er mit denen interagieren muss. Er mag es einfach, unter andere Kinder zu bleiben und sich um seine eigenen Sachen zu kümmern oder zu beobachten und nachzumachen. Dies ist auch ein Zeichen für die Bereitschaft zum Kindergarten.

Kannst du dich richtig einstellen?

Bevor das Kind in den Kindergarten geht, habt ihr jedoch noch viel zu tun. Deine Einstellung wird in die Einstellung des Kindes übersetzt. Wenn du eine Mutter bist, die keine andere Wahl hat und muss zur Arbeit zurückkehren, sollst du ein halbes Jahr früher sich und dein Kind darauf vorzubereiten. Es geht um deine Seelenfrieden im Zusammenhang mit der Neuorganisation der Realität, in der deine Familie seit drei Jahren funktioniert.

Du musst zu deinem unbeliebten Job zurückkehren, das ist natürlich ein Problem. Aber es ist dein Problem, das ist kein Kindersproblem. Spar dem Kind daher verzweifelte Kommentare: „Wenn ich nur könnte, würden wir ein weiteres Jahr zu Hause bleiben, aber leider ist dies nicht möglich“. Trauriges Gesicht, Umarmungen, Tränen… und der Anpassung hat sich erleidigt. Es lohnt sich nicht, dein Kind mit deiner negativen Einstellung zu belasten. Es ist klar, dass du weniger Zeit mit ihm verbringen jetzt kannst. Ob du wieder arbeiten muss, oder willst, es wird so oder so hart. Erste Erleichterung und Freude, wieder zu Atmen zu kommen, verwandeln sich schnell in Sehnsucht. Glücklicherweise wird dieser Zustand vorübergehen. Jedoch, wenn du zur Arbeit zurückkehren (wenn du Wahl hast), wirft dich  nicht sofort ins tiefes Wasser. Es lohnt sich, Nachmittage für ein Kind zu buchen. weil dein Kind, diesen Kontakt mit dir jetzt besonders braucht (und du mit deinem Kind). Spätes Sitzen in der Arbeit kann teuer werden. Ihr werdet beide für das bezahlen – mit euren Emotionen.

Kindergartenkeime

Ein weiteres wichtiges Problem im Zusammenhang mit dem nicht tauchen in tiefes Wasser (wenn geht um die Arbeit) sind Krankheiten. Sie kommen nur selten an einem Dreijährigen vorbei, der in den Kindergarten geht. Bevor du sich einer Million beruflicher Herausforderungen stellst, musst du eines berücksichtigen: neue Freunde, neue Keime, irgendwie muss man diese Immunität erwerben. Erkältungen, Schnupfen stehen auf der Tagesordnung. Genauso wie Krankmeldungen.

Wenn es bisher kein großes Problem bei euch war, ist es fast sicher, dass es jetzt anders wird. Außerdem muss man die Oma anlächeln und in diesen Notsituationen um Hilfe bitten.

Und wieder ist die Vorbereitung die Basis. Wenn du beginnst, den Alltag so zu gestalten, dass in diesen „rotzigen“ Situationen die Welt nicht ins Wanken gerät, werdet ihr die Phase der Anpassung sicher überstehen.

Ich war selbst glücklich, als Karolina in den Kindergarten ging. Die Führung eines eigenen Geschäfts mit einem Kind in der Hand unterscheidet sich grundlegend von der Führung eines Geschäfts mit einem Kind in einem Kindergarten. Ich habe mir vorgestellt, wie ich Gas gebe, mit voller Energie und mit der Zeit zur Arbeit.

Und hier… ist einfach nicht geklappt. Sie war fast jeden Monat krank. Nicht tragisch, aber genug, um zu Hause zu bleiben. Und was? „Der Sprung aus dem Huf“ musste lange warten. Wenn du also eine Mutter bist, die die Möglichkeit hat, über deine Arbeitszeit zu entscheiden, nimm die Invasion von Kindergartenkeimen in den Jahresplan auf.

Theoretische Wahl des Kindergartens

Du weißt wahrscheinlich genau, wie wichtig das Umfeld für ein Kind ist. Und im Kindergarten ist doch das Kind ein paar Stunden. Wir wollen, dass es nett, bunt und einfach interessant ist. Wie ich bereits erwöhnte, ist es so, wie es ist. Wenn wir es schaffen, in den Kindergarten Platz zu bekommen, freuen wir uns auch über graue Wände und das war`s. Deshalb werde ich in diesem Artikel nicht näher darauf eingehen, wie es aussehen könnte oder sollte. Die einzige Sache, auf die du achten musst, wenn du von der „gewählten Wahl“ gestellt bist, ist die Sicherheit der Institution. Wer, wann und wie kann reinkommen? Kommt jeder Morgen herein, überprüfen werden die Eltern und Erziehungsberechtigten, die die Kinder vom Kindergarten abholen. Sind im Kindergarten Kameras installiert oder gibt es eine Gegensprechanlage?

WIE bereite ich uns auf den Kindergarten vor?

Erst wenn du weißt, dass das Kind definitiv in den Kindergarten ein Platz bekommen hat, lohnt es sich, dein zu informieren. Ich denke, dass es vorher nicht viel Sinn hat. Du kannst der Unabhängigkeit schon trainieren, klar, dass ja, aber ohne zu informieren, dass die treibende Kraft dieser spezifischen Spiele die Möglichkeit ist, in den Kindergarten zu gehen. Denn, so ganz logisch, du lernst dein Kind unabhängig zu sein, damit es im Leben einfacher und bequemer hat und nicht nur für den Kindergarten, richtig?Ich weiß, dass die Anmeldung eines Kindes im Kindergarten ein großer Stress ist. Bekommen wir Platz? Welcher Kindergarten? Wie ist dort? Ist weit von zuhause? usw. Emotionen, Adrenalin, Nerven, Familiendiskussionen. Spar dem Kind es zu hören. Für ihn spielen all diese „Skandale“ keine Rolle. Es ist wichtig, dass er an einen tollen Ort geht, wo es viele Spielsachen, Kinder und interessante Dinge gibt. Punkt. Lächeln. Umarmung.

Optimistisch und konkret über den Kindergarten

Wenn das Kind freut sich schon, erzählen ihn, worum es im Kindergarten geht. Ja, es ist ein bisschen seltsam, dass dort keine Eltern sein werden. Du hast das Recht, dich verloren zu fühlen, kleiner Zwerg. Eltern müssen zur Arbeit gehen. Und anstatt sich zu Hause zu langweilen, können Kinder ihre Zeit spaßig und spielerisch im Kindergarten verbringen. Macht es dort Spaß? Und hier kommt eine lange Geschichte über einen Tag im Kindergarten. Eins nach dem anderen mit Details. Informiere das Kind über das Essen am Tisch, das Toiletten gehen, die Damen und (lauten) Freunde, über die Ruheecke, wo man sich ausruhen kann.

Das Kind wird sich sicherer fühlen wenn:

• eine Mahlzeit selbständig essen,

• selbständig die Toilette benutzen,

• sich mit ein wenig Hilfe eines Erwachsenen anziehen,

• erkennen eigene Sachen (Kleidung, Spielzeug, Schuhsack, Schrank),

kann sich vorstellen (mit Vor- und Nachname).

Je mehr du deinem Kind erzählst, zeigst, erklärst, desto besser ist die Vorstellung von einer neuen Situation. Dafür ist ein früherer Besuch im Kindergarten notwendig.

Zum Glück machen mittlerweile fast alle Institutionen Schnuppen Tage.

Höhle der Angst

Du sollst im Rahmen des Schnuppen Tages herausgefunden, wie die ersten Tage im Kindergarten aussehen. In einigen Einrichtungen kannst auf Anfang bleiben, in anderen nicht. Dies sind die Informationen, die du im Voraus wissen musst, damit ihr nicht eine unangenehme Überraschung erlebt: wie kann es so sein? Ich versprach meinem Sohn, dass wir am Anfang zusammen sein würden. Was ist das für eine seelenlose Institution? Du kannst mit glauben, sie haben viel mehr Erfahrung mit dreijährigen, die im September in den Kindergarten gehen als du, ich und wahrscheinlich alle Leser dieses Blogs zusammen. Es lohnt sich zu vertrauen. Natürlich, bevor zu wissen (überprüfen), womit du einverstanden bist. Früher, nicht am ersten September!

Deine Einstellung ist es auch, deinem Kind zu zeigen, dass du die Emotionen, in dieser neuen Situation, kontrollieren kannst. Daher sollten ähnliche Aussagen von Eltern oder Großeltern nicht ins Spiel kommen:

  • „Möchtest du keine Karotten essen? Na ja, wie willst du dann im Kindergarten zu Mittag essen? „
  • „Wie lange dauert noch mit der Hose? Die Kinder im Kindergarten werden dich auslachen. „
  • „Wie? Räumst du das Spielzeug nicht auf? Das werden sie dir bald im Kindergarten beibringen. „

Und so viele andere, ähnliche… Erziehung durch Verlegenheit ist eine sehr schädliche Methode.

Kindergarten ist kein Kabinett der Angst, eine dunkle Höhle oder Horror.

Deswegen, brauchen wir nicht das Kind mit diese Institution erschrecken. Manchmal funktioniert es, aber die Gesamtbilanz ist negativ. Mehr Nachteile als Vorteile. Ein Kind (trotz der Aufregung und Freude an neuen Erfahrungen) wird wahrscheinlich vor der neuen Situation Angst haben. Es ist anders, mit Mama durch den Kindergarten zu spazieren, und was ganz anders, wenn sich die Tür schließt und Mama muss gehen.

Verlockendes Schlüsselloch

Eine anpassungsfähige Mutter muss in dieser und jeder anderen Situation ein harter Kerl sein. Du bist erwachsen, also du sollst hart sein und nicht weinen. Kann ein Kind weinen? Natürlich. Wahrscheinlich wird es nicht jeder reibungslos und freudig bestehen. Nicht alle Kinder möchten ein warmes Zuhause mit einer Vollzeitmutter auf einem Raum in einem fremden Gebäude, mit schreienden Gleichaltrigen tauschen. Tränen helfen, gib deinem Kind das Recht darauf. Dein Kind weint. Dein Herz zerreißt, aber sei hart.  Kennst du, nur für den Fall, die Symptome der sogenannten Erweichung?

  • Du sagst deinem Kind, dass es morgen zu Hause bleiben und sich von Weinen und neuen Erfahrungen erholen kann. Du kannst sicher sein, dass dein Kind gerne dein großzügiges Angebot annimmt. Morgen und jeden nächsten Tag. Es wird einfach nicht zurück wollen. Wenn es schon einmal passiert ist, ist es wahrscheinlich das nächste Mal klappt auch.
  • Du verspricht ein Spielzeug für „Mutige“, die in den Kindergarten gehen. Versprich den goldenen Bergen: „Wenn du heute nicht weinst, kaufe ich dich …“.  Du stellst schnell fest, dass die trockenen Augen des Kindes sehr teuer sein können.
  • Du hast ein überwältigendes Bedürfnis, in ein Fernglas zu investieren. Ja, klar, es passt in eine mittelgroße Handtasche und ja, es ist sehr „nützlich“, wenn du durch das Fenster schauen möchtest. Tun es dir nicht an und investiere nicht in solche Geräte. Es gibt keinen schlechteren Eltern als diejenigen, die am Schlüsselloch vor dem Raum oder mit der Nase in der Nähe des Glases hängen.

Erlaub deinem Kind zu weinen

Betrachte Weinen als Katalysator für Emotionen, um sie zu extrahieren und zu reinigen. Natürlich spreche ich von einem Kind. Du kannst nicht vor dem Kind weinen. Im Kissen, höchstens abends, wenn dein Kind schläft. Wenn er das sieht, dass du wegen des Kindergartens weinst, wird er diese Einrichtung als feindlich betrachten. Und das willst du nicht.

Also, Reinigung und nichts weiter. Das Recht auf weinen ist das unveräußerliche Privileg des Kindes, und es lohnt sich, dies zu respektieren. Verlange nicht, dass das Kind nicht weint. Lass ihn weinen, wenn er solch ein Bedürfnis hat. Ich weiß, es ist anstrengend, besonders wenn du weißt, dass du nur ein paar Minuten Zeit hast, weil du zur Arbeit gehen musst.

So beginnt am häufigsten, wenn zu Hause Schuhe angezogen werden, ein psychologischer Krieg: „Und du wirst heute nicht weinen, oder? So groß und mutig bist du doch. Du wirst nicht weinen. Versprochen? „.Mama, lass dein Kind weinen! Erzwingt  nicht ein solches Versprechen auf einem dreijährigen Organismus, weil er emotional nicht in der Lage ist, die Verantwortung dafür zu übernehmen, sein Wort zu halten. Auch wenn er zu Hause es schafft, wird er wahrscheinlich im Kindergarten zusammenbrechen. Was wird er über sich denken?  „Ich bin doch nicht so cool und mutig, weil ich angefangen habe zu weinen.“ Benötigst du zusätzlich noch mangelndes Vertrauen in eigenen Fähigkeiten und Störung des Selbstwertgefühls von Kleinkindern?

Wie? Weint in der Kindergarten nicht?

Ja, er weint. Er weint morgens, weint in der Umkleidekabine, weint bei der Trennung, aber es besteht die große Chance, dass er aufhört, sobald er dich aus den Augen verliert, und die weise Dame wird ihm interessant amüsieren.

Schließlich hört er auf zu weinen. Und hier kommt der Moment, um über mütterliche Gefühle zu sprechen. Das Kind hat aufgehört zu weinen und eine Frage stellt sich in uns: Wie? Warum? Es ist gut, weil wir uns so viel Mühe gegeben haben, dass das Kind am Ende mit einem Lächeln in den Kindergarten geht. Wir holen das Kind ab und erfahren, dass heute hat er nur 15 Minuten geweint. Dann treten die Gefühle in den Vordergrund: Wie? So kurz? Warum machst du gerade das? Neun Monate trug ich unter meinem Herzen, 12 Stunden Schmerzen und nur 15 Minuten Weinen? Was kann es hier gehen? Er liebt mich nicht mehr? Braucht mich nicht mehr?

Der Punkt ist, dass der Anpassungsprozess zu Ende geht. Freude! Ein Grund stolz zu sein! Frag beim Abholen vom Kindergarten, was heute darin passiert ist und nicht, ob und wie oft das Kind heute geweint hat.

Wunden zu kratzen und an traurige Ereignisse zu erinnern, ist keine Methode, um sich mit den Sorgen des Septembers vertraut zu machen. Wenn ein Kind darüber sprechen möchte, gibt es natürlich keine Tabus.

Eigentlich sind deine Gefühle nur die Spitze des Eisbergs. Vor dir und deinem Kind steht noch die Unabhängigkeit zu lernen, neue Situationen kennen lernen, kommunizieren mit Gleichaltrigen, kommunizieren mit der Institution – all die anderen Punkte, die ich zuvor erwähnt habe. Es gibt eine Menge davon, aber sie sind zu schaffen. Ich drücke die Daumen!

Was würde passieren, wenn das Kind die Verantwortung für seine Gefühle übernimmt?

Was würde passieren, wenn das Kind die Verantwortung für seine Gefühle übernimmt?

Wenn ein Kind weint oder wütend wird, stehen wir normalerweise auf unseren Köpfen, um diese Emotionen zu kontrollieren. Ich habe schon irgendwann erwähnt, dass ich die Definition der Beherrschung von Emotionen nicht mag, obwohl man kann es natürlich lernen.

Und was würde passieren, wenn wir ein trauriges Kind sauer werden lassen und wütend werden? Macht es uns wirklich zu schlechten Eltern, und das Kind ist ein emotionaler Verlierer?

Emotionen treten in das Spiel ein

Jeder weiß, jeder hat. Wenn Kinder ihre Emotionen zeigen, investieren wir viel Zeit und Energie, um sie zu unterdrücken oder auf andere Spuren umzuleiten. Für die „positiven“.

Ich spreche oft darüber, dass die Kinder sollen ihre Emotionen zeigen dürfen, wie sie es können und brauchen. Das bedeutet nicht, dass ein nervöses Kind darf einen Bruder zu schlagen oder Spielzeug zu zerstören, „weil er es braucht“.

In dem wir schwierige Emotionen unterstützen, bringen wir Kindern bei, wie sie in schlechten Zeiten zurechtkommen. Wir zeigen, wie es geht. Ärger oder Traurigkeit sind natürlich, aber Bruder wegen Ärger oder Irritation zu schlagen, wird nicht akzeptiert. Woher kann ein Kind es wissen, wenn nicht von Eltern?

Es gibt kein Verständnis für schlagen, aber für eine Wut, ja.

Anstatt sich darauf zu konzentrieren Stimmung zu verbessern, wenn ein Kind traurig ist, oder es zu verbieten, wenn ein Kind wütend wird, lohnt es sich das Kind zu lernen anders, als zum Beispiel durch Schlagen, Wut zu zeigen.

Wie man Traurigkeit erfahren kann, Leiden mitteilen und nicht hören müssen, dass: „es keinen Grund zum Weinen gibt“. Auch wenn das kleine Sorgen sind und wenig Leiden. Alle sind wichtig.

Verantwortung für Emotionen

Neben dem Akzeptieren und zeigen, dass alle Emotionen wichtig sind, gibt es etwas was wir wegnehmen, wenn wir sofort das „schwierige“ unter den Teppich kehren. Verantwortung für eigenen Emotionen und Taten, die ihnen folgen. Wenn ich das Spielzeug kaputt mache, hat das Konsequenzen – ich habe nix zum Spielen. Wenn ich wegen Traurigkeit nicht zu Abend essen würde, passiert etwas mit meinem Körper – ich habe Hunger. Es gibt eine Menge davon.

Je älter das Kind ist, desto mehr erkennt er es. Damit es jedoch funktioniert, sollten sie von Anfang an wissen, dass alle Emotionen wichtig sind.

Nicht nur diejenigen, die von Erwachsenen gerne gesehen sind. Schließlich erlebt jedes Kleinkind viel während des Tages.

Es lohnt sich, ihm eine Chance zu geben, sie ganz natürlich zu erleben: Wenn sie mich quälen, benehme ich mich in gewisse Weise. Wo, wenn nicht in einem sicheren Familienheim, sollte ein Kind von dieser Verantwortung erfahren?

Für mich ist das Spiel der beste Weg, ein Kind zu unterrichten. Das ist das wichtigste Instrument zur Unterstützung von Bildung.

 
Wie oft hast du versucht zu erklären und wie in den Wind zu reden?

Wie oft hast du versucht zu erklären und wie in den Wind zu reden?

Es gibt ein literarisches Zitat, in dem alles in diesem Thema enthalten ist:

„Man soll das verlangen, was man bekommen kann“

                                                                                        Der Kleine Prinz

Kürzlich hat mir  eine Mutter gesagt: „Ich weiß nicht warum Leute, die Kinder haben wollen, bereiten sich darauf nicht besser vor? Ich stellte mir meine glückliche Familie sehr oft anders vor. Jetzt, mein Kind geht mir auf die Nerven und obwohl ich ihn sehr liebe, habe manchmal genug“. Solche Worte sind tägliches Brot in meinem Beruf. Sie sind tägliches Brot in verschiedenen Versionen, aber alle sagen eines: Irgendwie habe ich mir das anders vorgestellt“.

Und hier steckt das Schlüsselwort: Vorstellungen, eigentlich zwei Wörter (zwischen den Zeilen): Erwartungen. Zwei Dinge, die die Kommunikation in der Familie weitgehend beeinflussen. Jeder von uns hat Erwartungen. Man kann sie nicht loswerfen und nicht alle kontrollieren. Einige sind im Kopf unbewusst kodiert.

Was für eine?

Stell dir vor, du triffst mich auf der Straße und lächelst mich an. Du erwartest wahrscheinlich, dass ich auch dich anlächeln werde. Es ist völlig natürlich. An den Erwartungen (die bewusst und unbewusst sind) ist grundsätzlich nichts Schlimmes. Ist es aber viel leichter mit der Welt und Familie klar zu kommen, wenn wir sie kennen, verstehen und bewusst mit ihnen umgehen. Wir, in unserem Kopf.

Was würdest du denken, wenn ich dich nicht anlächle? Was würdest du zuerst denken? Es wäre wahrscheinlich: „sie spitzt die Nase“ oder sie schreibt gut, aber face to face eher unhöflich“. Würdest du mich das nächste Mal wieder anlächeln oder nicht mehr? Wenn unsere Erwartungen nicht erfüllt werden, fühlen wir automatisch Enttäuschung, Wut, Trauer. Es sind natürliche Emotionen und man kann sehr gut mit ihnen umgehen. Nun, die ganze Kunst ist sie rechtzeitig zu erkennen. Natürlich, wenn man länger darüber nachdenkt, wird er zu dem Schluss kommen: Wahrscheinlich lächelte sie mich nicht an weil… sie hat einen schlechten Tag? Ist krank? Vielleicht hat sie mich nicht gesehen? Oder hat sie zwei herausgerissene Zähne vorne und will jetzt nicht lächeln?“. Du würdest sicherlich ein Argument für meine Verteidigung finden. Wenn du nur suchen willst. Das ist das ganze Kommunikation Puzzle – zum Trainieren.

Benimm dich irgendwie

Ebenso funktionieren Erwartungen, die an unsere Kinder und Angehörige gerichtet sind. Wir haben sie irgendwo im Kopf. Oft halten wir uns an denen so fest obwohl manchmal sind es Stereotypen. Deswegen ist es schwierig für uns miteinander klar zu kommen. Stell dir vor, du bist wieder schwanger. Du hast schon ein Kind und bald erscheint ein Bruder oder eine Schwester. Ich nehme an, du bist glücklich und erwartest, dass der Rest der Familie auch glücklich wird. Ich werde mich darauf konzentrieren, was im Kopf eines Erwachsenen (Elternteil) vor sich geht, der seine Erwartungen auf das Kind überträgt.

Genauso ist es in vielen Situationen. Ich bleibe aber kurz bei diesem neuen Geschwister. Nehmen wir an, dass ihr alle sehr glücklich seid. Du hast alles getan um dein Kind auf Baby vorbereiten. Da waren Brüder Geschichten und Erklärungen. Plötzlich stellt sich heraus, dass al diese Dinge nichts gegeben haben. Das ältere Kind ist eifersüchtig, verlangt Aufmerksamkeit, regt sich auf wenn du Baby fütterst. Außerdem will er in einer Baby Badewanne gebadet sein, Popo pudern und Windeln wechseln, die er lange nicht mehr trägt.

Was ist schiefgelaufen?

Es geht um die Erwartungen von Erwachsenen: „Jetzt bist du ein älterer Bruder, benimm dich wie ein älterer Brüder“. Was denkst du, wenn du „älterer Brüder“ sagst. Was denkst du zuerst? Welches verhalten? Welche Worte?

Wahrscheinlich hat jeder verschiedene Vorstellungen, aber verallgemeinernd: ein älterer Brüder sollte mehr können, verstehen, unabhängiger sein usw. Wenn du das Kind nach dem gleichen fragst, wird er dasselbe sagen. Bedenke aber eine Sache: das Kind kann kein älterer Bruder sein. Er muss es trainieren, weil es eine völlig  neue Aufgabe ist. Deine Erwartungen und seine Fähigkeiten sind zwei getrennte Welten.

Auf der einen Seite haben wir Erwartungen (als Erwachsenen) und auf der anderen Seite ein Kind, das gestern noch kein älterer Bruder war. Er war dein Baby, ein Einzelkind. Für ihn hat sich in der Nacht, in der du Entbunden hast, nichts geändert. In seinem Kopf ist er immer noch (er will sein) dein Baby und das ist seine Erwartung. Du bist nach Hause gekommen und bist Mutter von zwei Kinder. Eure Erwartungen sind wieder wie zwei verschiedene Welten. Ich sage nicht, dass es immer so bleibt. Wahrscheinlich für einen Moment, bevor er lernt, ein Bruder zu sein. Kinder haben auch ihre Erwartungen: wollen Mama immer nahe haben, Zeit zu spielen haben, sie erwarten, dass der Spaziergang angenehm wird usw. Wenn etwas nicht so läuft wie sie wollen, fühlen genau das was alle fühlen: Enttäuschung und Traurigkeit. Kinder zeigen es aber anders als Erwachsene. Umgang mit diesem Gefühl ist ein Element des menschlichen Lebens. Es gibt keine Menschen auf der Welt, deren Erwartungen immer mit Realität einhergehen. Das lernen wir in der Pubertät.

Du bist ein Vorschüler

Gleiches gilt für viele Situationen im Familienleben. Wenn das Kind in den Kindergarten geht, wird es, im Kopf eines Erwachsenen, ein Vorschüler. Was denkst du genau, wenn du diese Wort Vorschüler sagst? Vielleicht so etwas: unabhängig, wortreich, spielt gerne mit anderen Kinder. Es ist wieder ein Erwachsenenbild. Ein 3-jähriges Kind, der am ersten Kindergartentag aufwacht, denkt nicht so. Vielleicht kennt er die Theorie und gefragt wird er antworten: „Ja, jetzt bin ich Vorschulkind“. Es ist aber nur ein Wort. Das Kind braucht Zeit, um zu lernen, ein Vorschüler zu sein und möglicherweise (weil auch nicht unbedingt) sich in das anzupassen was wir Erwachsene meinen.

Ein anderes Beispiel ist aufräumen des Kinderzimmers. Unsere Erwartungen bezüglich des sauberen Zimmers haben meist nichts mit Vorstellungen des Kindes zu tun. Es geht nicht darum, dass das Kind nicht weiß, wie saubere, ordentliche Zimmer aussehen soll. Es hat nur eine andere Vorstellung davon.

Jetzt verstehe ich

Es gibt Situationen, in denen wir als strenge Eltern bezeichnet werden. Es ist oft nicht ganz klar, ob wir (negativ) streng oder (positiv) konsequent sind? Eines der Beispiele war, das Kind zur gleichen Zeit ins Bett zu legen. Eine Mutter erzählte, dass sie hat erst als ein Elternteil verstanden und geschätzt, warum ihre Eltern haben sie immer um 19.00 Uhr schlafen gelegt. Als 6-jährige hatte sie deswegen Groll. Seit sie selber Mutter ist, sieht auch dieser Sachen anders. Und genau das sind es- Erwartungen und Vorstellungen ändern sich je nach Situation, spezifischen Erfahrungen und Fähigkeiten. Situationen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Vorschüler weiß, dass er Vorschüler ist. Kann er aber nicht, sich wie ein Vorschüler benehmen. Nicht sofort. Nicht so schnell wie wir erwarten. Älterer Bruder weiß, dass er Geschwister hat, aber er weiß nicht, was es bedeutet. Er muss es erfahren. Deshalb lohnt es sich, sich selbst und seine eigenen Erwartungen zu beobachten. Auf diese Weise können wir dem Kind helfen bestimmte Situationen verstehen, anstatt bestimmte Verhaltensweisen zu erwarten.

Ein älteres Kind auf die gleiche Weise

Ein sehr anschauliches Beispiel für die Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Erwachsenen und den Möglichkeiten eines Kindes sind 6-jährigen, denen man weniger verzeiht, weil sie bereit groß sind. Selbst die Aussage: „Du bist schon groß, du solltest es wissen“ ist auch eine erwachsene Erwartung. Wenn du erwartest, dass dein Kind etwas weißt, stell erst sicher, dass er es versteht, kann und kommt mit der Situation klar. Wenn er damit nicht klar kommt, schreit er, explodiert, ist emotional oder im Gegenteil – schüchtern und geschlossen.

Von einem 6-jährigen wird erwartet, dass er Schüler werden kann. Ein solches Kind versteht schon viel und man kann ihm vieles erklären. Man soll jedoch immer daran denken, dass ein Kind wird nicht immer sofort wissen, wie es ist ein Schüler zu sein. In vielen Fällen „ein Schüler zu sein“ spricht das Kind einfach nicht an. Es ist nicht toll ein Schüler zu sein. Und das ist ganz normal. Ich möchte gut verstanden werden. Ich meine nicht, dass man keine Erwartungen haben soll. Es wäre ein Kind in der Entwicklung zurückziehen, ohne Platz für weitere Entwicklung. Ich meine, zuerst lernen und erfahren und dann erwarten. Diese lernen ist nix anders als kontinuierliche Wiederholungsübungen, tägliche Spielen und Spaß. Es gibt keinen anderen Weg für ein Kind, Erfahrungen zu sammeln.

Was zu tun ist?

  • Unsere Erwartungen in kleinen Schritten erfüllt werden können (müssen aber nicht). Wenn du deinem Kind etwas beibringen willst, tun es auf der  Ebene des Interesses und der Möglichkeiten des Kindes.
  • Informiere darüber, was dir wichtig ist. Erwarte aber nicht, dass es für ein Kind genauso wichtig wird. Hausaufgaben zu machen ist wichtig, aber es muss nicht der Favorit des Tages sein. Wenn es eine unangenehme Pflicht ist, nennt ihr es so.
  • Lass dem Kind, sogar motivier ihm, seine Erwartungen Auszudrucken. Sie müssen dir nicht gefallen, aber sie sind wichtig.

Hör zu, was das Kind zu sagen hat, auch wenn er es anders sagt, als du erwartet hast.