Als Karolina klein war, haben wir alle in einem Raum geschlafen. Das Kind neben uns, in eigenem Bett. Wir haben damals nur 1 Zimmer gehabt. Ich wusste damals nicht, dass es „gemeinsames Schlafen“ ist. Erst später habe ich herausgefunden, dass als „gemeinsames Schlafen“ ist auch schlafen in einem Bett oder schlafen in einem separaten Bett neben Elternbett gedacht. 

Psychologische Berichte sind klar:

  • Kinder, die bis 6 Lebensmonat, schlafen mit Eltern, sind weniger anfällig für Krankheiten und in Zukunft mehr unabhängiger (das hat Verbindung mit einem Sicherheitsgefühl).
  • Gemeinsamer Schlaf mit dem Kind unterstützt Stillen.
  • Zusammen schlafen bietet einem Kind psychischen und physischen Komfort. Das Baby fühlt sich besser wenn es Herzschlag seiner Mutter hört. Es hat doch 9 Monaten unter ihrem Herz verbracht. Dank dessen reguliert es sich sein eigener Herzschlag.

Unterstützer des „gemeinsamer Schlaf“ argumentieren überzeugend (und das Argument hasse ich), dass es doch genauso wie in die Tierwelt ist. Es ist so seit Anbeginn der Geschichte. Warum sollen wir das ändern? Schau die den Affen an, alle Säugetiere, sie schlafen mit ihren Kindern. 

Natürlich, wenn jemand will das nicht ändern, muss er auch nicht. Aber ehrlich gesagt, es irritiert mich, all diese Vergleiche. Ich verstehe, dass Tiere es tun. Nun, wir sind in vielerlei Hinsicht unterschiedlich. Wir müssen andere Säugetiere nicht nachahmen. Ein Mensch (im Gegensatz zu Tiere, die sich vom Instinkt leiten lassen) hat Wahl.

Früher oder später

Früher oder später kommt der Moment, in dem man ein Kind aus dem Elternbett rausnimmt. Für manche ist dieser Moment seit Tag der Geburt offensichtlich. Für andere wenn sie aufhören zu stillen oder wenn das Kind das erste, zweite, dritte Lebensjahr vollendet hat.

Es gibt zwei Schulen

Manche sagen, dass ein Kind mit seinen Eltern so viel schlafen soll, wie er möchte (braucht). Andere sind empört und sagen, dass ein Kind soll schon von Anfang an in seinem eigenen Zimmer schlafen. Beruhigend ist, dass wir die Wahl haben.

Wer entscheidet?

Normalerweise gehört die Entscheidung einer Frau. Soll es so sein, dass es beiden Eltern gehört? Ich denke schon. Stell sicher, dass es für jeden gut ist (wir reden jetzt über schlafen in einem Bett).

Vor- und Nachteile des Teilens des Bettes

Sehr oft, ist das zusammen schlafen in einem Bett, das Ergebnis der materiellen Bedingungen der Familie. Dann ist auch in Ordnung. Gemeinsamer Schlaf hat natürlich Vorteile: Nähe und Bequemlichkeit (beim Stillen), hat aber auch Nachteile, besser zu sagen, bringt Gefahren mit!

  • Selbst nach dem Konsum der kleinsten Menge Alkohol, darf man mit einem Kind nicht schlafen.
  • Raucher sollen dies auch nicht tun.
  • Eltern, die einen tiefen Schlaf haben auch nicht. Das Kind kann leicht gequetscht werden oder sogar erwürgen.

Das Bett muss auch angemessen sein – nicht zu weich, ohne unbequeme Federn, nicht zu hart. Wenn das Kind kann sich schon umdrehen, besteht die Frage der Sicherheit. Wenn das Kind mit beiden Eltern schläft, nicht nur du musst aufpassen, aber dein Partner auch. Seid ihr ausgeschlafen? Wie Schlaflosigkeit die familiäre Atmosphäre beeinflusst? Es ist wahrscheinlich ein Thema für einen separaten Eintrag.

Bye, bye Baby!

Ein Kind, in seinem eigenen Bett einschlafen lernen… es ist die zweite Schule. Manche tun es von Anfang an, andere reifen für diese Entscheidung Monate oder Jahrelang. Stell sicher, dass du dafür bereit bist und erst dann bereite das Kind vor. Wie überprüfst du, ob du es kannst? Es ist einfach. Wenn du dieser Meinung bist, dass dir dieses gemeinsame Schlafen unangenehm ist und Partner mit wilde Freude applaudiert, dann diese Angelegenheit hat Potenzial☺.

Also: ein guter Moment, Partnerunterstützung und deine Gewissheit, weil du die größten Kosten tragen wirst. Wenn du stillst, wirst du dann nachts aufstehen müssen. Das Kind kann damit unzufrieden sein und hat das Recht dazu. Mach dich also bereit dafür. Kümmere dich um das, dass euer Kind sich sehr sicher fühlt bevor du die Herausforderung annimmst. 

Trennaktion

  • Zurück zur Arbeit. Wenn Mama verschwindet für den ganzen Tag – dies ist der Grund für Unzufriedenheit und mangelnde Stabilität. Es hat keinen Sinn zwei Änderungen zu verbinden. Es gibt eine große Chance, dass du mehr gestresst sein wirst als dein Kind. Warum brauchst du es? Plan eins nach dem anderen.
  • Zeit. Wenn du schon in der Arbeit bist und dein Kind sieht dich selten, dann kann es dich einfach sehr vermissen und unzufrieden sein. Du musst dann etwas mehr Zeit für dein Kind finden. Wenn es nicht geht, muss man dem Kind Zeit geben und sich an den „berufstätige Mutter“ Modus zu gewöhnen. 

Wenn ein zweites Kind in eurem Leben erscheinen soll, dann wird euer Kind nicht bereit sein zu kooperieren. Das Kind wird es als Exil betrachten. Also, wenn du  bereit weißt, dass dies Situation ist, handeln so schnell wie möglich und verwende nicht das Argument des Erscheinens des zweiten Kindes. 

Das ältere Kind hat Argumente

Je älter das Kind ist, desto schwieriger ist es. Warum? Weil es schon 2-jährige und 3-jährige Kinder können ihre Ziele geschickt erreichen. Ich benutze das Wort „Manipulation“ nicht. Ich mag dieses Wort nicht.

Wenn das Kind, die nächste Zeit, wird immer wieder nachts zu euch kommen, zählt darauf, dass du endlich aufgibst und eines Nachts bringst du ihn nicht ins „diese blöden“ Bett.

Es kann auch einen Angriff auf die sogenannte „Wunschliste“ verwenden, d.h. direkt nach dem Abendkuss ist: Pipi, trinken, Sandwich, Kaka, das Buch, Kuss… und so bis Mitternacht. Das muss man auch abwarten. 

Es gibt auch sogenannte „Trotzphase“ oder „Pubertät bei 2-jährigen“. Rebellion finde ich übrigens als was Positives. Es geht, logischerweise, auch nicht Hand in Hand mit „Ausziehen“ und Schlafen in eigenem Bett. Ewiger „Nein“ kann auch den Engel auf den Keks gehen. 

Jedoch dieses „Ausziehen“ aus dem Elternbett und „Einziehen“ zu seinem Bett hat Vorteile. Vor allem, du kannst es ihm mehr erklären. Ihr könnt zusammen shoppen gehen und das neues Bett auswählen, und sicher schon neue Bettwäsche. Ihr könnt das feiern.

Kinder mögen Rituale sehr, aber auf ganz natürliche Weise, akzeptieren auch Änderungen. Das Kind wächst, kleine Bett passt nicht mehr, es gibt eine Gelegenheit für eine gute Veränderung.

Grund stolz zu sein

Ein Kind mit einem sicheren Wertgefühl wird stolz auf seine Unabhängigkeit sein und nicht als Strafe nehmen, besonders dann, wenn alle zeigen, dass es so toll und super ist. 

Ja, dies ist ein Meilenstein in Entwicklung und Erziehung – für die ganze Familie. Du gewinnst ein bisschen Freiheit und Platz, aber es kostet natürlich. Es gibt dann nicht mehr Kuschelabend im Elternbett und (was auf der einen Seite ist ziemlich hart, auf der andere eine wundervolle Erfahrung) um 5 Uhr morgens weiter kuscheln. Das fehlt. Es lohnt sich neue Spiele und Rituale des Einschlafens auszuarbeiten. 

Vergiss nicht, das wichtigste bei Änderungen ist die Vorbereitung des Kindes. Für ältere Kinder musst du Argumente wählen, die du weißt, werden ihn überzeugen. Gib deinem Kind ein Gefühl von Komfort, der Stabilität und Gefühl von familiäre Wärme. Gib dir eine große Portion Vertrauen in deine eigene Stärke und Konsequenz. Ich drücke die Daumen!

 Quelle und Bildrechte: Anna Jankowska