Wir haben kürzlich neue Nachbarn besucht. Ihre 6-jährige Tochter führte uns durch die Wohnung. Maja hat das, was Karolina immer haben wollte, d.h. Etagenbett. Einfach wunderschön, Bettwäsche mit Teddybären und rosa Schleifen. Wirklich märchenhaft. Ich fragte Maja ob sie gerne dort schläft und sie sagte mir, dass sie dort gar nicht schläft und will auf nicht. Seit 6 Jahren schläft sie mit Eltern, jeden Tag und hat nicht vor das zu ändern.

Wir haben dann nach einem Weg gesucht, wie wir Maja beibringen können im eigenen Bett zu schlafen.

Warum ist das ein bisschen Tabuthema?

Wie warum? Leute können denken, dass du schlechte Mutter bist, bzw. ihr seid schlechte Eltern und habt genug von eigenem Kind. Ich wie? Nicht, ob das was andere denken, so wichtig für dich ist. Du kannst aber sicher sein, dass ich nix schlimmes über dich (euch) denke. Ich drücke sogar die Daumen für den Erfolg. Wenn du diesen Artikel liest, heißt das, dass gemeinsames schlafen ist unangenehm geworden.

Ich verstehe wie die Nähe von Mutter und Kind wichtig ist. Ich verstehe das zusammen schlafen ganz gut, aber wenn das Kind ist schon paar Jahre alt, hat Mutter das Recht zu wollen 1 Nacht ohne Kind durchzuschlafen. Es bedeutet nicht, dass du eine schlechte Mutter bist. Du bist kein Cyborg und hast verdient auszuschlafen zu sein. Du wirst es wahrscheinlich zugeben, dass es schwer ist mit einem Kind zu schlafen. Besonders wenn es schon groß ist und schiebt sich in alle Richtungen.

Es kommt bei mir auch manchmal vor, dass ich mit Karolina schlafe, z.B. wenn sie krank ist oder wenn Marek verreist für ein paar Tage. Ab und zu ist in Ordnung. Kann ich paar Tage getreten, gekratzt, alle 20 Minuten wach werden.  Muss ich aber eine Perspektive haben, dass in ein paar Tagen endet das und mein Kind wird zu seinem Bett zurückkehren.

Eltern reden darüber nicht gerne. Grund dafür: sie denken, dass das Kind tatsächlich schon zu groß ist und soll in eigenen Bett schlafen. Ein wenig peinlich ist es auch, weil sie früher nicht reagiert haben. Jetzt weiß man nicht was jetzt können sie damit machen. Egal wie oft hast du probiert, dein Kind kommt immer wieder zurück. „Vielleicht wird er daraus wachsen?“. Dann kommen weitere Schuldgefühle dazu (oder ist das eine Reflexion), dass er zu „kindisch“ ist (nein, das ist kein fachpädagogischer Begriff). Antworte dir selbst, ob dein Kind (wenigstens teilweise) kleidet sich selbständig, wäschst sich, kann Spielzeuge sammeln, oder machst du das, weil du der Meinung bist, dass es noch Zeit hat? Und die zweite Frage: ob dein Kind sieht dich als konsequent, ob du Grenzen setzen kannst und erklärst du sie klar?

Mangel an Konsequenz ist die Erlaubnis „nein“ zu ignorieren. Es ist oft eine große Lücke zwischen der Vorschriften und der tatsächlichen Durchsetzung. Das Kind sieht das und hält sich (und zu Recht) an Regeln nicht. Warum soll, wenn die Eltern selber nicht wissen was sie wollen?

Versteh mich nicht falsch. Ich verteidige unbeugsame Konsequenz nicht. Ich meine weise „nein“ zu sagen und vor allem Fähigkeit dem Kind zu erklären was und warum es passiert in seinem Leben.

Es gibt noch was. Sehr oft sind Erwachsene nicht bereit sich von ihrem Kind zu trennen (in dem Sinne, dein Kind lassen in eigenem Bett zu schlafen). Mit Bedürfnissen des Kindes hat es nix zu tun. Das ist nur dein Problem. Es passiert z.B. wenn es eine Ehescheidung gibt. Wenn du fühlst, dass die Welt auseinander fällt und dein Kind ist die einzige liebende (immer liebende) Person. In solchen Situationen ist es so, aber dein Kind darf nicht mit Unabhängigkeit und Emotionen, für die Fehler der Erwachsenen, zahlen. Ich weiß, es ist ein wunderbares Gefühl zusammen zu kuscheln. Schlechte Gefühle gehen weg. Nun, auf lange Sicht nimmst du die Unabhängigkeit von deinem Kind weg. Man darf ein Kind nicht wie Mittel gegen Traurigkeit, Depression und wie Kuschelbär behandeln. Ich weiß auch dass es so funktioniert aber das löst das Problem nicht.

Warum das Kind nicht allein schlafen will?

Aus Liebe

Wahrscheinlich, weil du eine toller Mutter bist und Kind (eigentlich jede von uns), gerne in der Gesellschaft von Menschen ist, mit denen er sich gut fühlt. Dein Kind möchte mit dir 24 Stunden pro Tag bleiben. Die Liebe des Kindes ist verrückt, bedingungslos und ein wenig blind. Dein Kind ist wahnsinnig süß, ist aber auch ein kleiner Egoist und du bist einfach ein Mensch zu lieben. Immer und überall. Zu jeder Stunde mit oder ohne Augenringe. Und wie man „nein“ sagen kann wenn es um schlafen geht?

Schuldgefühle schalten sich automatisch ein. Es ist sehr wichtig, dass du mit diese Vorwürfe klar kommst. Du musst vorbereitet sein „nein“ zu sagen. Das Kind in gewisser Hinsicht auch, obwohl in diesem Fall die Entscheidung gehört nicht ihm.

Ich weiß, ich weiß, ich höre schon diese empörten Stimmen, dass wir müssen das berücksichtigen was das Kind will und sich opfern. Ich bin jedoch der Meinung, dass kommt immer eine Zeit (nicht vergessen, dass wir über Kleinkinder reden) in der die Eltern müssen einige Entscheidungen treffen. Trotz Unzufriedenheit des Kindes. Zusammenschlafen soll für alle eine Bedürfnis sein. Dann hat es Sinn.

Süßer Bumerang

Manchmal ist es so, dass ein Kind schlief schon in eigenen Bett, aber jetzt schläft wieder mit euch, weil … ist paar Mal gekommen und ist geblieben. Einfach so. Du- für den heiligen Frieden – hast erlaubt ein paar Nächste mit euch zu schlafen. Einmal hatte er Albträume, ein anderes Mal konnte nicht einschlafen, sein Bauch tat weh, war traurig, wollte dich umarmen. „Ich verspreche, dass ich danach zu mir gehe“ – du hast jedes Mal gehört. Ist aber nicht gegangen, ist bis heute da. Kommt jede Nacht zurück und wenn du versuchst das Kind wieder zurückzutragen, kommt wieder … und wieder und wieder. Schreit, wenn du versuchst zu erklären, ist gegensätzlich, ein bisschen verrückt und du wirst am Ende hören: „Ich komme trotzdem zu euch“. Nach einem solchen Geständnis kommt ein Dilemma: soll ich zum hundertsten Mal zurückzutragen (bin deswegen sowieso KO) oder bleiben lassen (bin deswegen sowieso KO). Schlechte Auswahl, oder?

Hier ist die Party

Ihr Kleinkind kann denken, dass es bei Euch viel lustiger ist als bei ihm. Viele Kinder denken so und haben volles Recht dazu. Ihr könnt kuscheln wann ihr wollt, quatschen und euer Kind muss alleine liegen (schlafen). Dann wird der Gedanke geboren J Ich stehe auf und überprüfe ob sie mich vermissen. Auf diese Art und Weise steht nochmal auf, und nochmal und nochmal. Natürlich, wir vermissen alle unsere Kinder. Logisch… wir alle wollen einen Kuss, ein Lächeln. Es ist lieb, nun später ist Spaziergang zurück zu seinem Bett notwendig.  Das Kind muss wissen, dass es geliebt ist, aber hat einen Platz zum Schlafen auf der Erde und ein Bett.

Deine Entscheidung, deine Verantwortung

Die Entscheidung gehört dir. Es passiert selten, dass das Kind zu den Eltern kommt und sagt: „Ich will ab heute alleine schlafen“. Wenn das passiert hast du den Lottoschein gewonnen, eins zu einer Million. Sonst übernimmst du ganze Aktion mit Folgen. Das werden höchstwahrscheinlich sein: schlaflose Nächte (möglicherweise sehr viele), Unzufriedenheit des Kindes, deine Momente des Zusammenbruchs und unbedingt, aber unbedingt Konsequenz. Ich weiß, es ist viel und es sieht nicht rosig aus, aber wenn du sicher bist, es ist das Wert. Um ein gutes Gewissen zu haben, dass du deinem Kind keinen Schaden zufügst, stell erst sicher, warum dein Kind darauf besteht zusammen zu schlafen. Wenn Kind geliebt ist, das Kind ist gepflegt, glücklich, sicher, die Familiensituation ist stabil, steckt kein Trauma hinter oder es gibt keine große Veränderungen, dann sehe ich keinen Grund warum solltest du daran nicht arbeiten.

Es passiert manchmal, dass das Kind, aus einem bestimmten Grund, ein gemeinsamer Schlaf braucht. Der häufigste Grund ist der Mangel an emotionaler Stabilität und Sicherheit Gefühl.

Wenn drastische Veränderungen im Familienleben eingeführt werden, bricht die ganze Welt des Kindes zusammen. Ich meine z.B. Scheidung der Eltern, Tod in der Familie, Krankheit. Solche wirklich extreme Fälle. Das können auch nur Phasen sein, z.B. wenn ihr wegen deine Rückkehr zur Arbeit, weniger Zeit zusammen verbringt, wenn das Kind das Abenteuer mit dem Kindergarten beginn oder mit der Schule und fühlt sich in einer neuen Situation unsicher. Ziemlich üblich ist es, wenn die Geschwister erscheinen sollen. Tun dann alles, um zu verhindern, dass dein Kind sich nicht abgelehnt fühlt. Das Kind hat Angst, dass jemand seinen Platz einnehmen wird, auch Platz in eurem Bett. Dann musst du warten. Warte aber nicht darauf, dass es sich selbst löst. Arbeite intensiv um Situation zu stabilisieren, vor allem Emotionen des Kindes. In vielen Fällen reicht dem Kind Zeit zu geben.

Im Fall eines Traumas reicht die Zeit nicht. Passives warten ist zu wenig. Möglicherweise benötigt dein Kind spezielle Hilfe, z.B. von einem Pädagogen, Psychologen oder Kindearzt. Gespräch, das dir zeigt, wie du mit deinem Kind arbeiten kannst, um ihm zu helfen.

Aktion – Delegation

Wenn du schon weißt was und wie mit Emotionen (mit deinen und Emotionen deines Kindes), fang an zu arbeiten. Ich meine es nicht, dass du sollst leise das Kind ins Bett bringen, wenn schon bei euch eingeschlafen ist. Handle nach dem Codenamen EPK:

  • Entscheidung (das hast du schon hinter dir<9
  • Plan
  • Konsequenz

Plan ist einfach (in der Theorie). Wie jede Plan. Denk daran, wie jeden Plan, kannst ändern. Ändern aber bedeutet nicht, dass du bei den ersten Schwierigkeiten alles änderst oder lässt du einfach. Im Gegenteil!

Gespräch mit dem Kind

Denk auch daran, dass du deine Entscheidung bereits getroffen hast. Dein Kind ist aber nicht bewusst, weißt nicht was für Änderungen warten auf ihn. Es ist immer erlaubt im Bett der Eltern zu schlafen. Ja, sie jammern zwar, aber sie werfen mich definitiv nicht raus. Du kannst also nicht von ein auf andere Tag Barriere stellen. Du musst dein Kind auf diese Veränderungen vorbereitet. Das ist eine positive Veränderung. Ich weiß, dass für dich ist es eine Vision von schlaflosen Nächsten. Man darf aber einem Kind das nicht so präsentieren. Schlafen in eigenem Bett muss als Auszeichnung aufgenommen werden (für große und unabhängige Kinder). Du bist auf dem richtigen Weg. Fang damit an, dass es gibt Zeit für Veränderungen in jedem Leben. Für dein Kind der Moment ist gekommen. Sag es ihm klar. Sollst du auch Argumente erwähnen, die für dieses Alter sprechen, z.B. „Du gehst schon in den Kindergarten/zur Schule. Da sind große Kinder, kleine Kinder würden es nicht schaffen“. Überzeug das Kind, das es bereit groß ist. Such nach den Möglichkeiten. Nach ein paar Tagen kannst du vorschlagen in eigenem Bett zu schlafen. Deine Argumente müssen gut sein, es ist sehr wichtig. Das Kind muss glauben, dass er schon groß ist. „Spielen“ mit jüngere Geschwister ist NO GO. Ein Kind wird es so verstehen: „Du bist schon großer Bruder. Es ist Zeit, dass du in deinem eigenen Bett schläfst. Jetzt wird Ana mit uns schlafen. Es gibt nicht genügend Platz für alle“. Das sind rationale und vernünftige Argumente, aber nur für Erwachsene. Das Kind verwendet keine rationalen Argumente in seinen Entscheidungen. Es benutzt nur Emotionen und konzentriert sich auf seine eigenen Bedürfnisse. Suche nach anderen Argumenten. Du kannst jüngere Geschwister verwenden, aber in diesem Sinne, dass er kann schon mehr und auch besser, z.B.: Danke, dass du mir so super geholfen hast. Es ist toll, einen so großen Helfer zu haben. Ana ist noch zu klein“.

Ritual

Jeder hat seine Abendrituale vor dem Einschlafen. Sicher hast du nicht einmal gehört, dass da wichtigste ist: sich zu beruhigen, runterkommen. Kinder aber, nach dem baden, bekommen meistens wieder Energie, d.h. am Abend J Dann geht los! Mit springen auf dem Bett und andere Quatsch. Das ist sehr süß, aber mach alles um es vorübergehend zu machen. Nur ein paar Minuten . wenn das Kind es wirklich braucht, aber nie: „Lass das Kind hüpfen, bis es nicht mehr kann“. Und weißt du was? Vermeide kitzeln nicht und bring das Kind zum Lachen! Du kannst dich dann auch entspannen. Es ist eure Familienzeit. Lachen ist ein Mittel gegen Traurigkeit und Müdigkeit. Löst positive Emotionen aus. In dieser Situation ist schwierig wieder zu jammern, oder?

Nach ein paar Minuten sag es deutlich, dass der Abend schon ist und die nächste Runde mit Hüpfen wird morgen sein. Jetzt ist die Zeit schlafen zu gehen. Viele Eltern versuchen mit „schlafen gehen“ Stalking zu spielen. Sie wollen das Kind ins Bett bringen, ohne dass es das merkt. Das ist doch kein Geheimnis. Nachricht ist einfach – Abend ist die Zeit des Schlafens und dein Kind ist ein vernünftiges Wesen. Je mehr Informationen gibst du ihm, desto früher wird für ihm Situation bewusst.

Text: „zu Bett gehen“ ist keine Information. Ihr habt vor kurzem auf dem Bett gehüpft. Danach braucht man doch die Luft schnappen, kurz liegen und dann kommt Information, dass es Zeit ins Bett ist.

Beachte, wie geschickt spielst du das. „Zeit ins Bett“ ist nicht dasselbe wie „Geh schlafen“. Diese „Geh schlafen“ verursacht Rebellion, Durst, Bedürfnis Pipi zu gehen, essen usw.

„Zeit ins Bett“ bedeutet, dass das Kind wird noch einen ruhigen Moment im Bett haben. Keine Autorennen, Modeschau, Fernsehen oder mit Tablet spielen. Bildschirme aus. Es gilt für alle bis zum Einschlafen des Kindes. Warum? Weil für Baby ist es gleichgültig ob, während du ihm vorliest, Papa sitz vor dem Fernseher. Es kann aber Eifersucht und Rebellion im Kleinkind hervorrufen. Je früher stellt ihr fest, dass der Abend eine Zeit für runterkommen ist, desto schneller schläft eure Kind nach dem Plan ein.

OK! Du liegst dein Kind im Bett, aber was kommt als nächstes? Es wird noch nicht einschlafen. Frag einfach auf was es Lust hat und … beginn Verhandlungen. Sag ihm, was für Wahl es hat: lesen, einen Märchen aus einem Hörbuch zuhören, Spiele mit Plüschtiere. Unterhaltung, Schattentheater. Du kennst dein Kind gut und weißt was ihn glücklich machen wird. Es darf nicht mit großem Engagement verbunden sein, genauso wie mit Lärm, blinkenden Lichtern und mit Chaos im Bett.

Basis Vorbereitung

Bett

Du kannst es so probieren: „Es ist toll unabhängig zu sein und ein eigenes Bett zu haben. Es ist dein besonderer Platz auf der Erde“. Das Bett soll für dein Kind attraktiv sein. Kümmere dich um das. Eins muss klar sein: es ist kein Spielplatz sondern Platz zum Schlafen. Es ist eine gute Idee, ein Bett Set mit deinem Kind zu wählen und kaufen. Außer Bettwäsche kann es auch ein kleines Kissen, Decke oder Nachtlicht sein. Wenn du sagst ihm wie groß und selbständig er ist, gib ihm eine Chance es zu beweisen.

Bei dieser Gelegenheit kann es gezeigt werden, dass zusammenschlafen mit Eltern hat andere Grunde, z.B. Angst vor der Dunkelheit. Die LED Lampe für die ganze Nacht lassen ist eine einfache Lösung. Natürlich ist das eine magische Lampe.

Freund

Du kannst in Sicht ein interessantes Bild anhängen. Charaktere aus Lieblingsmärchen funktionieren sehr gut oder Tiere. Das soll der Freund deines Kindes sein. Ein Freund, dem er nach dem Aufstehen sehen möchte und will (Achtung!) freiwillig ins Bett gehen. Es kann genauso gut funktionieren mit Liblingsmaskottchen, das zusammen mit deinem Kind (jeden Tag) schlafen bringst.

Ruhige Ecke

Wenn du weißt, dass es dauert, organisier neben Kinderbett auch Ecke für dich selbst. Du wirst dort lange Zeit Märchen lesen, wieder Kind zurückbringen (weil ist wieder gekommen), weiter sitzen und warten bis das Kind einschläft. Denk auch über deinen Komfort.

Abendessen

Abendessen gehört nicht zu diesem Abendritual. Dies ist Teil des Plans, den du früher realisierst. Hungriges Kind ist schwerer schlafen zu bringen als wenn das Kind satt ist. Leichtes Abendessen, zur richtigen Zeit (am besten immer zur gleichen Zeit) kann dein Ass im Ärmel sein. Es ist doch klar, dass das Kind das Argument „ich habe Hunger“ verwenden wird, um aus dem Bett zu kommen. Lass dich nicht täuschen. Er ist nicht hungrig nach einem normalen Abendessen. Abendessen war früher, jetzt ist schlafen Zeit. Du bist keine schlechte Mutter, die einem Kind eine Mahlzeit verweigert, wenn du es erklärt. Zähne sind schon geputzt und das Essen kommt nicht ins Spiel. Wir kehren zum Wort „Konsequenz“ zurück.

Ich würde auch ein Wort  „Manipulation“ hinzufügen. Bisschen mit einem Augenzwinkern, aber trotzdem. „Shrek“ – du kennst die Geschichte. Da war ein gestiefelter Kater. Kampflustig, narzisstisch, hinterhältig. Er könnte sich in ein süßes Kätzchen verwandeln, mit großen Augen, wenn es ein Bedürfnis gab. Er schaffte es immer, den Gegner zu verwirren. Dein Kind, während der „Aktion nach dem Abendessen“ ist genau wie diese Kater.

Trinken

Wenn es um trinken geht, kannst Kompromisse eingehen und was zum Trinken geben. Es gibt aber kein Aufstehen vom Bett. Du bringst etwas zum Trinken und dein Kind wartet brav. Ich lege immer Wasser neben dem Bett, so kann Karolina immer wenn sie Durst hat was trinken.

Details

Gemütlicher Schlafanzug, angenehme Bettwäsche, die richtige Matratze. Dies sind zweitrangige Dinge, können aber als Argument verwendet werden: „Es juckt hier und drückt hier“.

Bestimmte Zeit

In diesem Fall gibt es keine Abweichungen. Es gibt bestimmte Zeitpunkt, zu dem ladest du das Kind zum Schlafen ein. Besser zu sagen, zum Abendritual: ein Märchen lesen, ein Märchen erzählen, Schlaflied. Unabhängig von der Jahreszeit, Ort, Reise. Gastbesuch. Wenn der Besuch länger dauert, sag einfach, dass du das Kind waschen gehst, weil es ist Zeit sich auf den Schlaf vorzubereiten. Die Gäste sind keine Entschuldigung, vor allem wenn es ein Problem gibt. Du weißt, wenn du einmal zeigst, dass es manchmal möglich ist die Regeln umzugehen, musst du die ganze Arbeit auf neu beginnen. Ist schon klar, es ist schwer immer auf bestimmte Zeitpunkt zu achten: weil Sommer ist, weil sie so viel Spaß haben, weil wenn er mehr müde wird, schläft schneller ein. Jaaaa… ich habe es getestet. Sogar gute Tipps, z.B. Je später liegst du das Kind schlafen, desto länger wird das Kind schlafen. Ich höre auf meine Intuition, beobachte mein Kind und ich weiß, dass sich an dieses Prinzip fest zu halten, ist sehr effektiv. Karolina ist jetzt älter und geht später schlafen.

Es hilft auch beim Aufwachen, aber das ist anderes Thema. Ich habe es genau beschrieben, die Menge des Schlafes optimal auf das Alter des Kindes abgestimmt.

2 Jahre – 9,75 Std. in der Nacht (+1,5 Std. am Tag)   3 Jahre – 10,25 Std. in der Nacht (+1 Std. am Tag)   6 Jahre – 10,5 Std. in der Nacht   10 Jahre – 10 Std. in der Nacht

Atmosphäre

Das ist äußerst wichtig, vor allem Licht. Das Kind soll für Abendspiele nur ein Nachtlicht eingeschaltet haben. Es ist einfacher runterzukommen. Geräusche bauen auch die Atmosphäre. Wenn man in der Stadt lebt kann nicht immer wirklich was machen (wegen Straßen usw.), aber kann beeinflussen ob zu Hause ruhig ist (Radio, Fernseher). Ein interessante Klang aus dem Fernseher, Gespräch von Eltern, das Geräusche der Spülmaschine, alles das kann für ein Kind der Grund zu aufzustehen sein. Es klingt nach Terror, denn ein Erwachsener hat Recht sich vor dem Fernseher zu entspannen. Nun, wenn du weißt, dass es kann den Schlafrhythmus herausschlagen, dann spar die diese paar Minuten. Es ist eine gute Taktik.

Schichtsystem

Das schlimmste ist mehrmals in der Nacht aufzustehen. Es soll nicht auf den Schultern eines Elternteils ruhen. Ihr beide kennt den Plan und Ritual. Das ist ein schwieriger Prozess, aber es ist nur einschlafen lernen (selbständig einschlafen) und kein Krieg mit einem Feind, der ein unabhängiges Land eingreift.

Einschlafen ist eine Herausforderung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einzuschlafen. Bei uns war es so, dass wir sind bei Kind geblieben, bis es eingeschlafen ist. Das ist aber nur die Hälfte des Erfolgs. Wir wissen doch, dass in wenigen Minuten oder Stunden, wird das Kind aufwachen und kommt zu uns. Es gibt keinen anderen Weg. Es geht darum, das Kind in sein Bett zu bringen. Jedes Mal, mehrmals während der Nacht. Wenn das Kind aufwacht,  musst du bei ihm bleiben, bis wieder einschläft. Dieser Prozess kann Monate dauern und hier beginnst du sich zu fragen, ob diese Methode funktionieren wird. Bei mir hat es funktioniert, bei Freunde und Bekannten auch. Es gibt keine Garantie, dass sie wird auch bei dir funktionieren. Du sollst es jedoch versuchen. Denk nach, ob du viel zu verlieren hast?

Bei manche funktioniert einschlafen zu bringen besser, wenn das diese Elternteil macht, die weniger Zeit mit dem Kind verbringt. Wenn die tägliche Pflege und Betreuung auf deinem Kopf ist, schick Papa. Manchmal, in eine solche Situation, kooperiert das Kind besser. Auch wenn Papa schläft als erste ein und erst danach das Kind. Egal, Hauptsache funktioniert.

Kommt auch vor, dass eure Kind kommt mitten in der Nacht, weil er einen Albtraum hatte. Dann lade ich zu uns, wir kuscheln, ich beruhige und informiere, dass wir so paar Minuten liegen dürfen, aber dann kehrt sie wieder zu ihrem Bett zurück. Wir werden weiter zusammen liegen, aber schon in ihrem Bett. Passiert, dass sie schläft sofort bei uns ein. Dann bringen wir unser Kind zurück in sein Bett.

Was sehr wichtig ist, das Kind ist bewusst, dass ich das mache, weil ich ihm das gesagt habe. Information ist die Basis. Es lohnt sich jedoch immer etwas zu haben, was schlechte Träume abschreckt, z.B. ein Zauberspruch. Wir haben Strafen für Albträume erfunden. Kleinkind soll die Technik des Einschlafens kennen. Nach einiger Zeit, könnt ihr es versuchen (natürlich vorher mit dem Kind besprechen), nach dem Lesen oder Schlaflied das Zimmer verlassen. Natürlich nur mit Zustimmung des Kindes. Dann funktionieren: ein Märchen erfinden (in Gedanken), sich an schöne Dinge erinnern, Geburtstag planen usw. Es gibt wirklich viele Möglichkeiten. Aussage „Schließ deine Augen“ wirkt auf Kinder wie ein rotes Tuch auf Stier. Übrigens, würde ein Erwachsener ähnlich reagieren. 

Ich drücke die Daumen

Jetzt weißt du bereits, wie du das Problem lösen kannst. Das sind ein paar Schritte:

  • sich selbst vorbereiten
  • Vorbereitung des Kindes
  • Abendritual
  • schlafen bringen
  • Konsequenz

OK J Ich habe eine Menge Stoff gesammelt, das die hilft dein eigenes Bett zurückbekommen und durchschlafen ohne Tritte und Prellungen. Ich habe geschafft und du wirst es auch schaffen.

Es wird toll, wenn du dieses Material weiter gibst. Warum ist es mir so wichtig? Weil eine ausgeschlafene Mutter ist eine Glückliche Mutter, und eine glückliche Mutter bedeutet ein glückliches Kind…

… Gute Nacht