Warum haben moderne Kinder Probleme, Emotionen zu lesen?

Warum haben moderne Kinder Probleme, Emotionen zu lesen?

Moderne Kinder haben ein großes Problem mit dem Lesen von Emotionen. Nonverbale Signale und allgemeine Gesichtsausdrücke von anderen Personen. Deshalb sind sie weniger einfühlsam, weniger empathisch. Es gibt mehrere Gründe, aber die Konsequenzen sind wichtiger als die Gründe. Für Kinder und für die Welt.

Empathie ist ein wichtiges Wort, das – kurz gesagt – die Fähigkeit, die Emotionen anderer zu lesen.

Wie erziehe ich ein empathisches Kind?

Das Fehlen dieser Fähigkeit ist größtenteils auf viele Stunden zurückzuführen, die vor Bildschirmen verbracht werden, wo die virtuelle Realität weitgehend übertrieben ist oder umgekehrt – vereinfacht. Oft hat es nichts mit echten Emotionen auf einem echten menschlichen Gesicht zu tun. Jedenfalls geht es nicht nur ums Gesicht. Vielen Kindern ist auch klar, dass diese Realität künstlich ist. Dies bedeutet, dass sie sich nicht unbedingt auf das Lesen von Emotionen konzentrieren müssen. Diese Emotionen sind doch sowieso gefälscht.

Sie müssen sich keine Sorgen um andere Menschen machen, auch wenn sie mit einer realen Person spielen. Echt aber doch fremd. Ich konzentriere mich auf das Gewinnen, nicht darauf, ob diese Person danach traurig sein wird oder wird weinen, weil sie verliert.

Kind und Smartphone – wie kann ich die beiden „trennen“?

Wie auch immer, das Problem bei Spielen ist, dass die Emotionen (soweit man sie sehen kann) auf einem Tablett serviert werden. Ich spreche nicht von anspruchsvollen Computerspielen für Erwachsene, sondern von virtuellen Produkten für Kinder im Vorschulalter, jüngere und ältere Schüler.

Ich spreche nicht davon, Tablets und Handys aus dem Fenster zu werfen, weil sie schlecht sind. Moderne Technologien sind nicht schlecht. Ihre Auswirkungen auf das Leben (und die Emotionen) von Kindern sind jedoch offensichtlich. Es ist eine Herausforderung, wovor die Generation moderner Eltern steht.

Nächste Woche mehr darüber, wie wir die „Bildschirmrealität“ im Griff haben können.

Wenn wir nur Zeit vor dem Bildschirm verbringen, unabhängig davon, was wir tun (nur schauen oder spielen), verbringen wir automatisch weniger Zeit damit, in die Augen der Menschen zu schauen und Beziehungen im wirklichen Leben aufzubauen. Daher das mangelnde Wissen darüber, wie man grundlegende Emotionen liest.

Ein Problem mit der Empfindlichkeit.

Eine der Änderungen, die fast sofort vorgenommen werden können, ist die Art und Weise, wie wir sprechen.

Empathie bedeutet natürlich nicht Fähigkeit, Gesichtsausdrücke zu definieren. Es ist eine Art, über andere Menschen nachzudenken, im Allgemeinen über die Welt. Behandeln sie, wie ich behandelt werden möchte. Mit Respekt.

Unterrichten sie das in der Schule? Nein, auf jeden Fall nicht in jeder Schule und nicht auf der ganzen Welt. Obwohl es Orte gibt, an denen Empathie Unterricht genauso wichtig ist wie Sprache oder Mathematik.

Die Dänen führten einen solchen Pflichtunterricht bei Schülern im Alter von 6 bis 16 Jahren ein. Generell spreche ich viel über die dänische Herangehensweise an die Welt, weil ich ihre Aufmerksamkeit bewundere, die sich auf die geistige Belastbarkeit von Kindern und Erwachsenen konzentriert.

Depressive Generation von Narzissten

Ich habe den Eindruck, dass in der deutschen Realität (aber nicht nur in der deutschen) immer noch die Überzeugung besteht, dass eine sensible und einfühlsame Person „schafft das Leben nicht“.

Man muss seine „Ellenbogen„ benutzen, sonst gewinnst du nicht. Ich persönlich bin damit nicht einverstanden. Je länger dieser Glaube anhält, desto weniger einfühlsam werden wir die nächsten Generationen haben.

Ich bin aber von den Forschungen und dem Inhalt des Buches „Unselfie“ überzeugt, in dem der Autor Michele Borba argumentiert, dass Menschen einer Generation, die sich hauptsächlich auf sich selbst konzentrieren, unsere Narzisstinnen, die Millennials genannt werden und fast überall Selfies knistern, anfälliger für Depressionen sind.

Verallgemeinernd, ohne auf Details einzugehen, ist es definitiv alarmierend und seit Jahren sichtbar. Die weniger empathische Generation, desto anfälliger für Depressionen. Man ist weniger geistig resistent gegen die Herausforderungen des Lebens. Empathische Menschen nehmen mehr auf sich, können aber auch in verschiedenen Situationen besser reagieren, insbesondere in Situationen, die sich direkt auf die Sensibilität gegenüber anderen Menschen auswirken.

Verschiedene Gesichter der Depression (ich fasse die an der Universität von Michigan mit 14.000 Studenten durchgeführte Studie zusammen) betreffen 2/3 der Studenten, und viele kleine Kinder haben emotionale und psychische Störungen. Die Jugend von heute ist etwa 40% weniger einfühlsam als die Generation der 80er und 90er Jahre. Und viel anfälliger für Depressionen. Wie schaut es in Deutschland? Leichte depressive Verstimmungen bis hin zu schweren depressiven Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Im Vorschulalter sind ca. 1 % der Kinder und im Grundschulalter ca. 2 % betroffen. Aktuell erkranken etwa 3-10 % aller Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren an einer Depression. Laut Statistik stirbt jeden zweiten Tag in Deutschland ein Jugendlicher durch Selbstmord.

Fazit? Es lohnt sich, Kindern schon in jungen Jahren Empathie beizubringen. Warte nicht darauf, dass die Kinder es selbst tun, Erzieherinnen im Kindergarten oder in der Schule. Weil sie es nicht tun. Ball auf der Seite der Eltern.

„Smombie-Eltern“

„Smombie-Eltern“

Vor ein paar Jahren wurde „Smombie“ das Jugendwort des Jahres: Eine Mischung aus Smartphone und Zombie. Es bezeichnet Menschen, die ständig auf ihr Handy starren und deswegen wie Zombies durch die Gegend laufen. Ein Wort, das wohl auch mit Blick auf einige Eltern seinen Weg in die Sprache gefunden hat.

Beim Schreiben dieser Artikel dachte ich an die Eltern, die mit der einen Hand den Kinderwagen schieben und mit der anderen Hand das Smartphone bedienen. Ich dachte auch über jede Kind, die tagtäglich mit dieser Situation konfrontiert werden. Diese Situation besteht aus Gefühlen (z.B. Ablehnung), Ängsten, Gefahren und Unfällen, die man vermeiden kann. Warum gebe ich eine Ablehnung als Beispiel für ein Gefühl? Ablehnung, weil wir auf Frage des Kindes entweder schnell, irgendwie antworten (Hauptsache das Kind spiel weiter und ich kann weiter Facebook checken) oder gar nicht.

Das Smartphone vibriert, während man mit dem Kind spielt. Nur ein kurzer Blick auf das Handy. Eigentlich nix wichtiges, aber landen wir trotzdem irgendwie bei Facebook oder Instagram. Vergehen ein paar Minuten, Mama oder Papa legt das Handy zur Seite und… na ja, das Kind beschäftigt sich schon selbst. Wenn Eltern immer wieder Kontakt abbrechen und lieber auf ihr Handy schauen, ist dies eine Missachtung der Position des Kindes, die der Entwicklung und dem Selbstwertgefühl des Kindes nicht gut tut.

Das Kind läuft irgendwo herum, Mama (oder Papa) ist abgelenkt, die Führung fehlt. Dadurch wird die Entwicklung der Kinder beeinträchtigt. Der Unmittelbare Kontakt zu den Eltern, deren Präsenz, Zugehörigkeit und Orientierung gehören zu den Grundbedürfnissen von Kindern. Wenn Eltern ständig auf Smartphone „hängen“, besteht kein unmittelbarer Kontakt und Grundbedürfnis von Kinder ist nicht erfüllt. Und das ist noch etwas: es steigt das Unfallrisiko. Ich sehe ständig Eltern, die beim Kinderwagen schieben auf ihr Handy gucken und nicht darauf achten, ob ein Auto aus der Einfahrt fährt. Ich sehe Eltern, die bei gemeinsamen Mahlzeiten sich mit Handy beschäftigen, auf dem Spielplatz, bei gemeinsamen Einkaufen usw.

FOLGEN:

  • Eltern, die viel Zeit mit digitalen Medien oder dem Fernseher verbringen, statt sich mit dem Nachwuchs zu beschäftigen, können Verhaltensauffälligkeiten ihrer Kinder verursachen. Sie werden quengeln, jammern und hyperaktiv. Das Kind fördert, auf dieser Art und Weise, Aufmerksamkeit, es kommen Frustrationen raus.
  • Sprachentwicklung ist häufig gestört. Als Jugendliche sind sie nicht mehr in der Lage vernünftig zu kommunizieren. Viele benutzen dann das Smartphone als Hauptkommunikationsmittel und beteiligen sich nicht mehr an direkter Kommunikation. Auch nicht den Eltern gegenüber! Kinder ziehen sich oft zurück und Eltern verlieren den Draht und den Einfluss.

Ich habe auch schon erlebt, dass Kinder zu ihren Eltern sagen: „Papa, jetzt leg das Handy doch endlich mal weg!“

Wie sehr Kinder darunter leiden, wenn die Eltern ständig auf Handy hängen, zeigt ein Beispiel aus USA. Grundschullehrerin Jen Adams Beason aus Louisiana fragte die Schüler (2. Klasse), welche Erfindung sie nicht mögen und warum. Antworten sollten die Kinder in Form eines kurzen Aufsatzes. Der Text 8-jährigen berührte die Lehrerin besonders und postete sie ihn auf Facebook. Das Mädchen schrieb: „Die Erfindung, die ich nicht mag, ist das Handy. Ich mag das Handy nicht, weil meine Eltern jeden Tag viel Zeit am Telefon verbringen. Ich hasse das Handy meiner Mutter und ich wünsche, sie hätte nie eines gehabt“. Unter den Text malte das Mädchen ein durchgestrichenes Smartphone, daneben einen traurigen Smiley mit der Sprechblase. Andere Schüler schrieben auch negativ über Handy seinen Eltern.

Es ist eine bittere Realität und internationales Phänomen.

Das miteinander Spielen und der gemeinsame Kontakt soll wieder rücken.

Wie ist mit Selbstkritik? Mal bewusst Auszeit von Smartphone und Co. nehmen und eigenen Handykonsum kritisch hinterfragen. 

Renata Kápolnási

„Du darfst nicht mitspielen!“ WIE DAMIT UMGEHEN?

„Du darfst nicht mitspielen!“ WIE DAMIT UMGEHEN?

Friede ernährt, Unfriede verzehrt, jeder weiß es… in der Theorie. Aber wie bringt man einem Kind bei, in Harmonie zu leben? Und ob es darum geht, in Harmonie mit sich selbst oder in Harmonie mit anderen zu leben. Am liebsten beides, aber wie? Kinder spielen ja nicht immer in Harmonie. Manchmal wird ein Kind abgelehnt. Wie gehe ich mit Ablehnung um?

Um mit Ablehnung umzugehen, ist es am besten, mit sich selbst einverstanden zu sein. Es klingt banal, aber ohne Harmonie mit sich selbst, ist es praktisch unmöglich in Harmonie mit der Welt zu leben. Akzeptanz- darauf kommt es an.

Er will dich nur umarmen!

Es lohnt sich, von den kleinsten Kinder über den Umgang mit Ablehnung zu sprechen. Manchmal gibt es Situationen, in denen ein Kind unbedingt ein anderes Kind umarmen möchte. Dieses zweite Kind möchte diese Zärtlichkeit eindeutig nicht. Was machen die Erwachsenen dann?

Viel hängt davon ab, ob wir die Eltern die Kuscheligen oder die Abstoßenden sind, oder?

Manchmal heißt es: Aber er will dich nur umarmen, lass es! Ein anderes Mal wird das Kind hören: „nein“, weil der Junge nicht umarmt werden möchte.

Wir wissen bereits viel über Erziehung, die sich darauf bezieht, in solchen Situationen „Nein“ zu sagen, aber darüber, was wir zu diesem abgelehnten Kind sagen sollen, irgendwie weniger.

Wie gehe ich mit Ablehnung um?

Unter Ablehnung, ich meine (diesmal) gleichaltrige Situationen, aber solche, die nicht mit Bosheit zu tun haben, Klassenunterteilungen in besser und schlechter oder sogar gegenseitiges Mobbing.

In solchen Situationen kann man nicht verlangen, dass ein Kind die Ablehnung als etwas Natürliches akzeptiert. Oft sollte dann auch ein Erwachsener reinkommen, weil es einfach Vernachlässigung und Verantwortungslosigkeit ist, Mobbing zu ignorieren oder wegschauen.

Dieses Mal werde ich mich auf die Kinder konzentrieren, die umarmen wollten, aber abgelehnt wurden. Im Allgemeinen Ablehnung in verschiedenen Situationen, aber natürlich, ohne geplante Aggression. Es sind keine schönen Momente, aber es lohnt sich, mit Kindern darüber zu sprechen.

Wie? Erklären und zeigen, dass Ablehnung ein natürlicher Bestandteil des Lebens ist. Natürlich hängt vieles von der Art dieser Ablehnung ab, aber es lohnt sich, Kinder darauf aufmerksam zu machen, dass das Nein eines Menschen nicht das Ende der Welt ist, obwohl es im Moment so aussieht.

Was würde Tante dazu sagen?

Normalerweise bitte ich Erwachsene, sich in die Position des Kindes zu versetzen. Für eine Tante, die unser Kind unbedingt küssen will, aber hört von ihm (oder uns) „nein“, ist es wahrscheinlich nicht angenehm. Bedeutet das, dass sie sein ganzes Leben lang beleidigt ist? Sollte sie aufhören mit uns zu reden? Bedeutet das nicht, dass wir keine Tante in der Familie haben wollen und nie ein Wort mit ihr austauschen werden? Es bedeutet nun, dass wir diese Konkrete Aktivität in dieser speziellen Situation nicht wollen. Das ist alles, Tante ist erwachsen und manchmal ist es schwer für sie zu verstehen. Umso weniger verstehen es die Kinder, weil es kein schönes Gefühl ist. Das ist also ein Gefühl, bei dem ein Kind wahrscheinlich die Unterstützung eines Erwachsenen benötigt.

Man kann nicht durchs Leben gehen, ohne abgelehnt zu werden. Deshalb lohnt es sich, den Kindern von Anfang an zu zeigen, dass „nein“ in einer bestimmten Situation eine normale Reaktion ist. Sie haben das Recht darauf, andere haben es auch.

Wenn ein Kind das Recht hat „nein“ zu sagen, haben natürlich auch andere das Recht, dies zu sagen und erwarten, dass dies nicht jedes Mal ein Grund für Streit oder Ungerechtigkeit ist. Es kann wirklich viel bewirken, wenn wir dies am Beispiel einer Tante erklären.

Opa hat eine raue Wange

Meine Tochter küsste ihren Großvater nicht gern zur Begrüßung auf die Wange. Es war nicht angenehm für sie und sie tut es auch nicht mehr. Opa kommt ganz gut klar mit der Ablehnung. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie seinen Großvater nicht mag, dass sie nicht mit ihm spielen, reden und im Allgemeinen vor seinem Anblick davonlaufen möchte. Sie will ihm nur nicht zum Gruß küssen. Das ist alles. Eine spezifische Situation. Dies ist ein konkretes „nein“. Wenn ein Kind in einem Spiel von Gleichaltrigen abgelehnt wird, kann man ihm ein Bespiel mit seiner Tante oder seinem Großvater geben.

Was können wir noch tun? Versuchen, gemeinsam,  über die Gründe für eine solche Ablehnung nachzudenken, dass das Kind etwas Vernünftiges hört, aber nur als Chance, weil wir meistens diese Gründe nicht kennen.

Zum Beispiel: Tobi wollte nicht mit dir Autos spielen, du sagst, es tut dir Leid, oder? Ich verstehe, das ist kein schönes Gefühl. Pause.

Und man kann weiter reden: Ich frage mich, warum er nicht wollte. Was denkst du? Pause.

Vielleicht brauchte er einen Moment für sich. Erinnerst du dich, als du Kopfschmerzen hattest und nicht mit Lorenz spielen wolltest? Pause.

Diese Pausen sind sehr wichtig, damit das Kind etwas sagen kann. Meistens sind alle diese Sätze von empörten Erwachsenen in einem Atemzug „rausgeworfen“. Und es geht nicht darum, jetzt Schlamm auf Tobi zu werfen oder ihn zu rechtfertigen. Es gibt keine Schwarz-Weiß-Situationen, und die Emotionen unseres und unseres Kindes stehen auf dem Spiel.

Kuss? Nein!

Es geht also darum, sich auf die Traurigkeit eines abgelehnten Kindes zu konzentrieren. Lass ihn es erleben, lass ihn traurig sein. In solchen Situationen helfen manchmal Geschichten aus dem Leben eines Elternteils, in denen er sich in einer ähnlichen Situation befand und doch alles gut endete.

Und dies ist der schwierige Moment, in dem du deinem Kind auch sagen kannst, dass es Tobi beim nächsten Mal nach dem Grund fragen soll.

Es gibt Situationen, auf die wir keinen Einfluss haben. Zwangsspiel mit Tobi wird nicht gut enden. Es lohnt sich also, sich zurückzuziehen, nachdem (in diesem Beispiel), Tobi hat „nein“ gesagt. Du hast das Recht „nein“ zu sagen und ich auch. NICHT nach einem Prinzip: Auge um Auge.

Es kommt auch vor, dass das Aufklären bestimmter Situationen erleichtert es, einem abgelehnten Kind, zu verstehen, was passiert ist: Gestern habe ich dieses Auto bekommen und ich möchte selbst damit spielen, ich möchte nicht teilen.

Die Situation ist klar und wir haben Material, um unserem Kind zu erklären, dass diese Art der Ablehnung nicht persönlich genommen werden muss. Es hat nichts mit uns zu tun, unserem Verhalten, unserer Persönlichkeit. Dies hängt im Moment nur mit Tobis Bedürfnis zusammen.

Es kommt jedoch vor, dass die Ablehnung mit dem Verhalten unseres Kindes zusammenhängt: Ich spiele nicht gerne Rennen mit dir, weil du immer schummelst. Und es lohnt sich persönlich anzunehmen. Ehrlichkeit, die dich beleidigt oder dank der du etwas ändern kannst. Weitere Informationen zu diesem Thema werden nächste Woche, in einem neuen Artikel „Er ist so süß. Warum geht es ihm in der neuen Gruppe nicht gut? Wie man gemocht wird und Freunde findet?“, veröffentlicht.

Was man in einer solchen Situation nicht tun soll?

Mach es nicht schlimmer, Verschärfe die Situation nicht, indem du die Ablehnung als Beginn des Clankrieges betrachtest. Wenn du eine Freundin anrufst und fragst, ob sie mit dir ins Kino geht und sie „nein“ sagt, bedeutet das nicht das Ende deiner Freundschaft, oder?

Vielleicht wollte sie nicht, vielleicht ist sie müde, vielleicht hat sie viel zu tun. Ein reifer Mensch wird nach dem Grund für die Ablehnung fragen. Und das war´s, man schmiedet keine Rache, nachdem man gehört hat, dass es mit Kino nicht klappt. Beleidigt ihn nicht für den Rest seines Lebens, bricht keine Kontakte ab. Diesmal nicht anders, es ist okay.

Kinder übernehmen unsere Reaktionen und unser Verhalten. Es wird nicht anders sein. Manchmal, in der Hoffnung, dass dies die Stimmung unseres Kindes verbessern wird, sagen wir: Er ist aber furchtbar! Na toll, spiel mit ihm morgen nicht, wenn er so gemein ist! Auge um Auge – manchmal bringt es Erleichterung. Auf lange Sicht stellt sich jedoch die Frage… wofür? Wie hilft das meinem Kind mit Ablehnung umzugehen?

Für unser Kind ist es wichtig, eine einfache Wahrheit zu verstehen – nicht jeder, nicht immer und nicht überall wird ihm nicken, mit ihm spielen und Lust haben, Zeit miteinander zu verbringen.

Wenn wir unserem Kind das Recht geben „nein“ zu anderen zu sagen, können andere „nein“ zu ihm sagen. Und das ist in Ordnung. Dies ist eine Lektion im Umgang mit Ablehnung.

Indem wir Tobi angreifen, um die Stimmung unseres Kindes zu verbessern, fühlt unser Kind einen tiefen Groll gegen ihn. Es wird diese Gefühl pflegen und auf die Gelegenheit warten, um Gleiches mit Gleichem zu vergelten.

Wie kann man mit Ablehnung umgehen?

1. Sei ein Beispiel. Wenn du in einer bestimmten Situation hysterisch auf Ablehnung und Ergänzungen reagierst, reagiert das Kind identisch.

2. Lehre dein Kind, in Angelegenheiten, die für das Kind wichtig sind, „nein“ zu sagen, insbesondere wenn es um seine Autonomie und Körperlichkeit geht.  „Nein“ (legitim) zu sagen ist ein natürliches Element der Kommunikation, kein Grund für Schlägereien oder Beleidigungen.

3. Lernen, auf eigenen Körper zu hören. Was macht dich wütend? Was macht dich glücklich? Dies ist eine Lektion, die es einem Kind erleichtert, über Emotionen zu sprechen, auch über schwierige, und sein eigenes „nein“ zur Welt zu argumentieren.

4. Mach aus einem abgelehnten Kind kein Opfer, zum Beispiel im Spiel, weil es mit jedem „nein“ schlimmer wird. Es ist besser zu zeigen, wie man mit einer Ablehnung umgeht, und zu erklären, dass dies ein sehr trauriger, aber auch ein vorübergehender Moment ist. Für kleinere Kinder kann die Idee, gemeinsam Spaß zu haben, Spaß machen behilflich sein.

5. Ignorieren des Traurigkeit, das durch die Ablehnung verursacht wurde: Es ist nichts passiert, hält das Kind davon ab, Beziehungen zu Gleichaltrigen aufzubauen. Er wird wahrscheinlich nicht mit einem anderen Problem zu uns kommen.

6. Spricht mit dem Kind über Gefühle und Ausdrucksweise. Neben dem Wissen, dass sie existieren und in Ordnung sind, brauchen Kinder Werkzeuge, um sie auszudrücken. Kinder erleben Emotionen sehr physisch und es lohnt sich, in diese Richtung zu gehen, wenn es um Werkzeuge geht.

7. Vertraue dem Kind, das über seine Gefühle spricht und bringe ihm bei, in unangenehmen Situationen „nein“ zu sagen. Anstatt zu schreien: Er wollte dich nur umarmen! Erkläre, warum es nicht zustimmen musst.

8. Wenn es unser Kind will unbedingt umarmen und es uns leid tun, wenn es abgelehnt wird, lehren wir, Freude auf andere Weise zu zeigen. In diesem Fall ist es besser, sich auf ein anderes Werkzeug zu konzentrieren, anstatt sich auf die Ablehnung zu konzentrieren: Er möchte keine Umarmungen, aber vielleicht „gibt die Fünf?“

9. Ermutige ältere Kinder, zu fragen, warum sie abgelehnt werden: Warum soll ich nicht damit spielen? Dies hilft denen zum einen, die spezifische Situation zu verstehen. Anderseits wird sie deinem Kind beibringen, dass es sich lohnt zu erklären, warum wir jemandem „nein“ sagen.

Soll ich mich in die Streitereien der Kinder einmischen?

Soll ich mich in die Streitereien der Kinder einmischen?

Dieses Thema ist, wie viele andere auf dem Blog mamapaedagoginschreibt.de, von der Beratung inspiriert, die ich gestern mit der Mutter des fünfjährigen Jan durchgeführt habe.

Soll man sich in die Streitereien der Kinder einmischen?Ich spreche nicht nur von Geschwistern, sondern auch von Situationen zwischen fremden Kindern: auf dem Spielplatz, in der Schule, im Kindergarten usw. Ich sage auch nicht, dass man soll sich IMMER einmischen, sondern, wenn es die Situation erfordert.

Okay, aber wann soll ich mich einmischen und wann nicht?

Ich weiß, die schwierigste Frage ist: wann genau erfordert das die Situation? Viele Bücher sprechen davon, dass man sich nicht oder nur dann einmischen soll, wenn Blut vergossen wird. Ich bin damit nicht ganz einverstanden, weil es bei der Erziehung nicht um Extreme geht (immer einmischen oder nie einmischen). Wo ist der rationale Herangehensweise an die Sache und die Logik? Manchmal muss man sich einmischen und manchmal loslassen. Wie im Leben ist jede Situation anders. Man kann nicht einem Schema folgen. Natürlich gibt es keine klare Antwort auf diese Frage, aber es gibt Signale, die Eltern lesen können. Sie schalten die rote Lampe ein und es lohnt sich zu wissen, wie man sie entziffert, wobei man sich weitgehend auf gesunden Menschenverstand, Beobachtung und elterliche Intuition stützt.

Die Intuition der Eltern

Und Da liegt wahrscheinlich der Hund begraben. Uns wird (ab Kindergarten) beigebracht, dass man nur auf Autoritäten hören muss, ohne eine zweiten Meinung einzuholen. Und ganz sicher nicht auf mein eigenes Urteilsvermögen verlassen, weil sie sich besser auskennen als ich.

In vielen Fällen kennen sich Spezialisten natürlich aus und helfen, aber für mich ist eine zweite Meinung (Arzt, Pfarrer, Psychologe, Lehrer usw.) die Basis.

Besonders wenn ich das Gefühl habe, dass die erste Meinung nicht das ist, was ich jeden Tag sehe und dem ich zustimme. Ich gehe nicht davon aus, dass ein Spezialist falsch liegt. Ich gehe davon aus, dass ich einen Fall, der in mir gemischte Gefühle hervorruft, durch eine zweiten Quelle untersuchen werde.

Und das ist noch nicht alles. Nach Ansicht der Autorität beispielsweise des Autors des Buches oder der Lehrer kommt etwas, das kein Fachmann hat – Kenntnisse über dich selbst, über deine Familie und dein eigenes Kind. Und hier ist der Elternteil der größte Experte, er muss es nur glauben.

Ich bin nicht sicher, ob ich reagieren soll?

Dieser Mangel an dem Gefühl, dass ich weiß, was ich tue, beschränkt sich normalerweise auf den Slogan: Aber jeder sagt: nicht reagieren, nicht in die Beziehungen zwischen Kindern eingreifen. Es verheddert sich irgendwo im Hinterkopf und nimmt automatisch das Selbstvertrauen.

Ich weiß, woher diese Idee kommt und verstehe sie. Moderne Kinder haben tatsächlich sehr wenig Raum für Unabhängigkeit, obwohl ich den Eindruck habe, dass sich dies auch in letzter Zeit ändert. Unabhängigkeit lehren und Freiheit geben ist jedoch NICHT gleichbedeutend damit, dass man ignorieren oder nicht reagieren soll. Keine Extreme ist gut.

Dem stimme ich überhaupt nicht zu, dass man Kinder IMMER in Ruhe lassen muss, auch wenn man sieht, dass das Kind mit dieser Situation nicht klar kommt, ist überfördert, weißt nicht, was zu tun ist, ist unglücklich und darüber spricht.

Wir sind Eltern, wir sollen Kinder unterstützen. Wenn wir sehen, dass sie unsere Hilfe brauchen oder einfach danach fragen, reagieren wir einfach.

Es geht nicht darum zu reagieren, um einen Fall für ein Kind zu lösen, sondern darum zu lehren, was in einer bestimmten Situation zu tun ist. Das würde das Kind für die Zukunft wissen.

Und das ist die Antwort auf die Frage: Wann soll ich mich einmischen? Wenn du siehst und fühlst, dass die Situation es erfordert.

Manchmal ist dieses „einmischen“ nur eine Erinnerung: „Erinnerst du dich, als ich dir sagte, was in dieser Situation zu tun ist? Dies und das. Versuche es, ob diesmal funktioniert. „

Ich schäme mich, etwas zu sagen

Während der gestrigen Konsultation hat meine Mutter eine bestimmte Szene für mich beschrieben und das Problem der Unsicherheit und des mangelnden Vertrauens in die elterliche Kompetenz perfekt veranschaulicht.

Zwei Freunde spielen auf dem Spielplatz. Acht Jahre und fünf Jahre alt. Sie bauen etwas aus Sand. Ein Achtjähriger (um den Jungen zu verärgern und zu zeigen, dass er älter ist und darf mehr) hält seine Hand an der Stelle, an der der 5-jährige etwas baut.

Eine typische Situation zwischen einem älteren und einem jüngeren Kind, wenn der Ältere sauer ist, weil er es kann, und der Jüngere sauer ist, weil er es nicht aushält.Beide Mütter beobachten es. Der Jüngere ist mit dieser Hand verärgert und nutzt alle ihm bekannten Werkzeuge, um über seine Unzufriedenheit zu informieren.

Er bittet der Ältere zehnmal, um seine Hand wegzunehmen, wird wütend, erklärt, dass er diesen Ort braucht, schiebt seine Hand weg, bewegt ihn, aber er tut nichts. Die Hand kehrt an diesen Platz zurück. Der Ältere nimmt seine Hand nicht weg, weil bekannt ist, dass er durch die Irritation gereizt wird. Nicht weil er ein bösartiges Kind ist, sondern weil … er es kann. Er ist älter und benutzt es. So sieht es in Peer-Beziehungen aus.

Wichtig ist in dieser Geschichte, dass das jüngere Kind nicht anfing zu schlagen, zu treten oder herauszufordern. Er nutzte bewusst die bekannten (von seinen Eltern gelehrten) Möglichkeiten, um sein „Nein“ mitzuteilen: Es gefällt mir nicht Ich kann nicht bauen. Nimm deine Hand weg, weil es mir stört usw.

Klar, es hat nichts gebracht, denn je öfter das Kleinkind fragte, desto größer war die Zufriedenheit des älteren Kindes. Schließlich rief der zurückgetretene Fünfjährige nach vielen Versuchen: „Maaaamaaaa, er will seine Hand nicht von meinem Platz wegnehmen.“ Und was jetzt?

Reagieren oder nicht reagieren?

Dies ist eine Frage an beide Mütter, an gute Freunde, die auf der Bank sitzen. Und weil ich die reale Situation beschreibe, weiß ich, was sie dachten und fühlten, weil sie auf dem Heimweg endlich miteinander darüber gesprochen haben. Beide wollten unbedingt reagieren, aber keiner von denen wagte es, etwas laut auszusprechen, damit der zweite nicht den Eindruck erweckt, der erste sei übervorsichtig, überempfindlich. Ich mache mir Sorgen über die Absurdität der Situation.

  • Beide Frauen waren der Meinung, dass dies ein guter Zeitpunkt war, um zu reagieren und Kindern beizubringen, wie sie mit solch schwierigen Kommunikationssituationen umgehen sollen. Die Intuition funktionierte richtig.
  • Sie taten es beide nicht, weil sie überall hören und lesen: „nicht reagieren“.
  • Sie fühlten sich beide schuldig, dass sie die Situation schlecht elterlich spielten, aber sie hatten nicht den Mut, sie mit einem Wort zu brechen.
  • In dieser besonderen Situation sprachen sie auch nicht miteinander: „Tun wir etwas oder reagieren wir nicht? Ich bin mir nicht sicher. Was denkst du?“

 Eine einfache Frage könnte viel helfen.

  • Beide konnten ihre Kinder unterstützen (ihnen etwas über Kommunikation beibringen), aber sie taten es nicht, weil sie sich nicht kompetent genug fühlten.
  • Beide gaben Kindern mehrere Signale. Der 8-jährige wurde informiert, dass er auf diese Weise jüngere und schwächere Kinder behandeln kann. Der Jüngere erhielt die Information, dass das, was meine Eltern lehren und wiederholen (du kannst dich immer auf mich verlassen), nicht ganz stimmt. Das sind nur Worte.

Kommunikation ist wichtig

Und jetzt, was mich seit Jahren beschäftigt, wenn ich höre: „Reagiere niemals.“ Wie bringen wir Kindern eine angemessene soziale Kommunikation bei, wenn wir ihnen nicht (nie) sagen, was es ist, weil alle sagen: „Reagiere nicht!“? Woher sollen sie das wissen? Ernst jetzt? Glaubst du wirklich, dass du eine schlechte Mutter bist, wenn du deinem Kind in einer bestimmten Situation ein paar Dinge erklärst, indem du die Situation hier und jetzt laut auskommentierst?

  • Du hast das Richtige getan, sag immer, wenn irgendwas für dich nicht passt. Dein „nein“ ist wichtig.
  • Ich weiß, dass er nicht zugehört hat, aber es ist toll, dass du es ihm gesagt hast, weil er weiß jetzt, dass er dich wütend gemacht. Er würde es nicht anders wissen. Es ist jetzt aber klar, dass er es durch Wahl tut, nicht durch Unwissenheit.
  • Du kannst deinem Kind ein paar Tipps geben, wie man kann die Qual im Spiel beenden. Ignoriere es und es wird ihm ganz schnell langweilig.
  • Vielleicht versteht Michael nicht, dass diese Hand stört dir sehr. Michael, hast du verstanden, was Jan zu dir sagt?
  • Ich möchte nur sicherstellen, dass du verstehst / hörst.

Wann und wie reagieren? 

Beachte, dass mit Reagieren keine Konfliktlösung für Kinder gemeint ist. Du rennst nicht wie eine Löwin in die Mitte des Sandkastens: Nimm diese Hand, du schelmische Kind!

Du sagst niemandem, wie er seine Kinder großziehen soll. Du bringst deinem Kind soziale Kommunikation bei und du hast das volle Recht (und sogar die Pflicht), dies zu tun.

Du kommentierst eine bestimmte Situation (du mischst dich ein) nur unter bestimmten Bedingungen.

  • Das Kind hat (oft) versucht, die Situation mit allen ihm bekannten Kommunikationsmitteln selbst zu lösen.
  • Du siehst, dass es einem jüngeren Kind schlechter geht, weil es jünger und schwächer ist. Er versteht nicht, dass je wütender er wird, desto mehr Zufriedenheit gibt er dem Älteren.
  • Das Kind teilt, nach vielen erfolglosen Versuchen, die Situation selbstständig zu lösen, eindeutig mit, dass es Hilfe benötigt.
  • Um Hilfe zu bitten bedeutet nicht, dass dein Kind erwartet, dass du den Konflikt für ihm löst. Du müsst nur die nächste Kommunikationsoption bemerken oder auffordern.

Sprich das an. Rede mit anderen Eltern über deine Zweifel hier und jetzt: „Ich sehe sie an und ich weiß nicht, soll ich mich einmischen oder lieber nicht? Was denkst du? „

Ihr müsst nicht die gleiche Meinung sein, aber zumindest wirst du wissen, was die andere Mama darüber denkt, anstatt Angst vor dem zu haben, was sie denken wird.

Kommunikation funktioniert wirklich. Vielleich ihr seid beide nicht sicher und es ist auch in Ordnung. Tu was deine Intuition dir in dieser speziellen Situation sagt.

Älteres Kind

Wenn wir das Verhalten eines älteren Kindes beeinflussen wollen, lohnt es sich manchmal, die Situation mit einem Hinweis oder Vorschlag zu kommentieren, den das ältere Kind sicherlich verstehen wird. Keine Anschuldigungen oder Wut.

  • Jan hat dir mehrmals gesagt, dass deine Hand ihn stört.
  • Was wirst du mit den Informationen von Jan machen?
  • Ich sehe, dass du nicht auf die Nervosität deines Bruders reagierst und machst du das mit Absicht.

Ein älteres Kind weiß normalerweise, wann es die Grenze überschreitet. Und der Mangel an Reaktion, wenn es definitiv übersteigt, ist eine Nachricht: „Du darfst das machen, cool!“ Und die Nachricht: „Ich ignoriere dich.“ Je mehr solcher Botschaften, desto mehr Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit der Eltern zu erregen und die Frustration bei den Jüngeren auszulösen.

Erwachsene meinen oft, dass ein älteres Kind bereits wissen sollte, wie es sich zu verhalten hat. Jedoch,wenn zum Beispiel jüngere Geschwister zu Hause auftauchen, ist alles für das ältere Kind neu. Das Kind weiß nicht, wie viel es sich erlauben kann, es muss es testen, überprüfen, was nicht bedeutet, dass die Eltern mit jedem Verhalten einverstanden sein müssen.

Ein älteres Kind kennt seinen Vorteil und nutzt ihn manchmal nur. Es lohnt sich, ihn darauf aufmerksam zu machen, dass er es sich nicht immer und nicht überall leisten kann, d.h. reagieren.

Es ist besser für alle, wenn das ältere Kind, in bestimmten Situationen, einen Hinweis erhält, wie anders, als zum Beispiel mit Gewalt, kann man einen bestimmten Fall lösen.

Es geht auch nicht um Wiederholung: Lass es, er ist jünger.

Jüngeres Kind

Das jüngere Kind ist in der Regel in einer Verlustposition und benötigt häufiger einen Hinweis auf die Kommunikation, damit die Nachricht das ältere, stärkere und intelligentere Kind erreicht.

Das jüngere Kind ist eher bereit, Kommunikationsmittel zu verwenden, die von den Eltern oder Geschwistern bereitgestellt werden, wenn es das Gefühl hat, dass die Eltern in einer Krisensituation reagieren und diese unterstützen. Er ist nicht allein.

Das Schlimmste ist das Ignorieren

Jedes Kind muss sich sicher fühlen, um seine „nein“ klar zu kommunizieren. Das heißt natürlich nicht, dass es immer funktionieren muss, es ist eine Angewohnheit, darüber zu informieren, was uns gefällt, was uns stört usw.

Ignorieren ist die schlimmste Art von Beziehung. Studien, die darüber sprechen, sind seit Jahren bekannt.

Man muss sich nicht immer einmischen, aber in bestimmten Situationen lohnt es sich. Keine Reue, denn wenn du weißt, dass du keine überfürsorgliche Mutter bist, was ist das Problem?

Es geht darum, den Kindern die Prinzipien der Kommunikation durch Gespräche und spezielle Fälle beizubringen, ihnen die Werkzeuge zu geben, die sie zum Üben von Beziehungen zwischen Gleichaltrigen benötigen. Es geht darum, nicht darauf zu warten, dass sie sich selbst erraten, denn in dem Leitfaden, den sie geschrieben haben: „Nicht reagieren!“.

Wenn du das Gefühl hast, dass die Situation deine Reaktion erfordert und eines der Kinder sie hier und jetzt benötigt – reagiere.

Zurück in den Job. Wie Trennungsangst und Gewissenbisse in den Griff haben?

Zurück in den Job. Wie Trennungsangst und Gewissenbisse in den Griff haben?

Wenn die Zeit für die Rückkehr zur Arbeit kommt, stehen Mutter und Kind vor einer großen Herausforderung. Einige sind glücklich, andere nicht unbedingt, aber die meisten haben ein riesiges, völlig nachvollziehbares Dilemma: Wie wird ein Kleinkind mit dieser neuen Situation umgehen? Und wie gehe ich damit um?

Natürlich hängt vieles vom Alter des Kindes ab, aber ich denke, dass deine Herangehensweise an die Angelegenheit jedes Mal entscheidend ist. Ich weiß nicht, in welchem ​​Alter das Kind ist, wenn du diese Entscheidung triffst. Kann ich aber über die Gefühle und Verhaltensweisen eines Kindes berichten, dessen jetzige Mutter gerade aus dem Blickfeld verschwindet.

Ihr seid eins

Wenn du nur die Möglichkeit hast, die ersten 6 Monate seines Lebens bei deinem Kind zu bleiben, versuch es. Bis dahin durchläuft das Baby die sogenannte die Phase der Symbiose.

Dies bedeutet, dass er tatsächlich die Einheit mit Dir fühlt. Es gibt keine zwei getrennten Organismen für ein Kind, ihr seid einer. Das muss das natürlich nicht so sehen. Es ist eine sehr emotionale Zeit für eine Frau in ihrer neuen Rolle. Voller Rätsel, Herausforderungen, sich von Grund auf kennenzulernen.

Vor allem aber, viele Dinge in den Kopf umorganisieren.

Wenn du das erste halbe Jahr aus einiger Entfernung betrachten (du kannst es nicht in der Mitte eines Hurrikans tun), siehst du tatsächlich das Verständnis des Kindes für ihr beiden als Ganzes. Du bist bei jedem Anruf in der Nähe, ohne dich ist es nicht gut. Du stehst mitten in der Nacht auf, beobachtest jeden Tag einen Windelhaufen, lernst Weinen zu erkennen, laufende Nase ist das Ende der Welt. Ohne Dich ist einfach schlecht. Im ersten halben Jahr bist Du bist die wichtigste Person für dein Kind.

Kleine Trennung

Glücklicherweise beginnt es sich, nach sechs Monaten, langsam zu ändern. Das Kind verlässt die Phase der Symbiose und beginnt, seine Abgetrenntheit zu erkennen. Natürlich ist es nicht so, dass es im einem Tag alles umfasst und sich ruhig erklären kann: Okay, jetzt geht es mir besser, ich brauche die Mama nichts mehr. Du weißt, dass es nicht so ist. Du weißt es genau, weil ihr in eine Zeit eintreten, in der sich dein Kind immer mehr für andere Menschen und die Welt interessiert, aber diese Welt ohne dich möchte nicht wirklich kennen lernen. Zwischen 7 und 9 Monaten tritt eine erhöhte Trennungsangst auf. Zu dieser Zeit zur die Arbeit zurückzukehren, mag für viele eine Idee sein, die direkt aus dem All kommt. Viele Mütter sind nicht in der Lage, in die Küche oder ins Badezimmer zu gehen, so dass man das Kind nicht hinter sich  schreien hört.

Woher kommt dieser Schrei?

Um ehrlich zu sein, kann man nicht genau sagen, woher diese Angst kommt und warum sie nicht für alle gleich ist. Einige halten es für angeboren. Andere sagen, es sind Gene. Ich bin sehr überzeugt von der Theorie, dass sich ein Kind in seiner ursprünglichen (im Gehirn und in den Genen kodierten) Natur sicher fühlt, wenn es seine Mutter sieht. Er hat sie in Sicht, obwohl er ihr nicht unbedingt sehr nahe sein möchte. Er geht weg von Händen und krabbelt oder geht. Ich fühle mich sicher, bis meine Mutter in der Nähe ist. Und nah ist sie dann, wenn ich sie sehen kann und am besten noch hören.

Obwohl ich es nicht mag, das Leben von Menschen auf so direkte Weise mit Tieren zu vergleichen, ist dies in diesem Fall tatsächlich möglich. Das gleiche gilt für kleine Kätzchen. Wenn sie ihre Mutter verlieren, kann man ein charakteristisches Quietschen, sie rufen die Mutter. Denn sie fühlen sich nicht sicher, ohne dass sie sie in Sicht haben. Sie merken es unbewusst.

Da ist noch etwas

Ein weiteres Problem bei Kindern ist, dass die meisten Babys vor dem ersten Lebensjahr nicht bemerken, dass die Mutter, die in die Küche geht, sehr nah ist. Wenn ich die Mama nicht sehe, bedeutet das, dass sie nicht da ist. Sie verschwand. Es ist Zeit, sie anzurufen (weinen). Ein solches Kleinkind hat kein Gefühl der Beständigkeit des Objekts. Kannst Du dich erinnern an das Versteckspiel mit einem kleinen Kind? Wenn das Baby die Augen schließt. scheint es ihm, dass niemand ihn sehen kann. Wenn ich dich nicht sehe, siehst du mich wahrscheinlich auch nicht. Kinder verstecken so bequem zum Beispiel nur den Kopf unter einer Decke oder einem Kissen und denken, dass sie ein tolles Versteck haben. Ich sehe meine Mutter nicht, sie wird mich nicht finden.

Ein Objekt, das nach Meinung eines Kindes aus dem Blickfeld verschwindet, verschwindet wirklich. Er ist nicht da.

Bevor das Kind erfährt, dass das Bedecken des Apfels mit einer Windel bedeutet, dass sich der Apfel darunter befindet und nicht wirklich von der Welt verschwunden ist, kann es wegen dieses Verschwinden weinen. Genauso ist es traurig, wenn Mama verschwindet. Es ist einfach unangenehme Erfahrung.

Und für nichts logische Erklärungen, dass ich gleich zurückkomme, möchte nur auf die Toilette gehen oder (im Falle der Rückkehr zur Arbeit) dass wir uns abends sehen. Es bedeutet nicht ganz „umsonst“. Sie sind auch sehr notwendig. Je älter das Kind ist, desto mehr solche Erklärungen akzeptiert es. Und er versteht mehr. Wie kann man das einem kleinen Kind erklären? Zum Beispiel durch die verschiedenen Spiele im Zusammenhang mit dem Bewusstsein, was dieser Trick mit dem Verschwinden abhängt. Decke einfach Gegenstände mit einer Windel ab, entdeck sie aber wieder vor deinem Kind und sag einfach: Der Apfel liegt unter der Windel. Der Apfel war unter der Windel, jetzt siehst du es wieder. Ermutigen das Kind, nach „verschwundenen“ Gegenständen zu suchen, ist wichtig. Dies ist der erste Schritt, um zu verstehen, was das Verschwinden der Mutter ist.

Gewissenbisse

Wenn du zur Arbeit gehst oder das Haus verlassen möchtest, verschwindest du ebenfalls aus dem Sichtfeld. Kleinkind hat kein Zeitgefühl und versteht deine Erklärung wirklich nicht, dass du nach dem Abendessen wiederkommst. Selbst für einen Zweijährigen, mit den man über vieles reden kann und der wahrscheinlich zu verstehen nickt, wenn er eine solche Erklärung hört, ist das eine ziemlich abstrakte Angelegenheit.

Die Trennung von einem Kind jeden Alters, wenn ihr die meiste Zeit des Tages zusammen verbracht habt, kann mit Trennungsangst verbunden sein.

Der Schlüssel in dieser ganzen Erfahrung ist, dass das Kind weiß, dass du diese Situation emotional in Griff hast. Wenn ihr beide der Angst erliegt, habe ich den Eindruck, dass es schwieriger sein wird, mit Vorwürfe(Gewissenbisse) umzugehen. Und sie erscheinen, selbst wenn es deine Entscheidung ist, du entscheidest wann du zur Arbeit zurückkehrst und bereitest auf das dein Kind vor.

Woher kamen diese Vorwürfe? Es ist einfach. Schließlich hast du tagsüber so viel Zeit mit deinem Kind verbracht. Plötzlich fehlen euch  8-9 Stunden. Es ist völlig normal, dass du dich schlecht fühlst, aber das bedeutet nicht, dass du eine schlechte Mutter bist, weil dich dein Kind vermisst. Eine berufstätige Mutter ist der Alltag vieler Familien. Du kannst dich und dein Kind ruhig durch diesen Prozess führen.

Versäumter Abend nach der Arbeit

Viel hängt vom Kind und von dir ab. Ich werde mich auf diesen Fall konzentrieren, bei dem es nicht einfach ist. Ich gehe davon aus, dass das Kind vorbereitet ist, was du erklären konntest hast du erklärt, Kinderbetreuung hast du auch organisiert. Du bist sicher und ruhig, dass während deiner Abwesenheit dein Kind in guten Händen ist. Dieses Thema ist geschlossen.Jedoch, wenn du nach Hause kommst, fängt das alltägliche kleine Drama wieder an.  Das Kleinkind hat dich unglaublich vermisst und ist verbittert. Tagsüber hat er das irgendwie hingekriegt, aber mit dir sind alle Bremsen gelöst. Emotionen explodieren. Einerseits möchtest du dein Kind umarmen, küssen, deine Abwesenheit belohnen. Auf der anderen Seite … gibt es Verhaltensweisen, die du nicht zulassen möchtest, zum Beispiel Schlagen, Kneifen, Stöhnen bis zum Ende des Tages, Festhalten an deinem Bein usw. Es ist anstrengend, obwohl du sicherlich verstehst, dass dein Kind, auf diese Weise, Trauer und Sehnsucht auslöst. Du bist jedoch auch müde. Viele Stunden weg von zu Hause, Arbeit und tausend von anderen Aufgaben. Und hier schluchzt das Kind, bricht absichtlich alle eure Regeln oder (meistens) beides. Emotionale Katastrophe für alle.

Dies ist der Moment, in dem ihr, während pädagogischer Konsultationen fragt, wie ihr mit den Emotionen (mit euren Emotionen und Emotionen eures Kindes) und Vorwürfen (Gewissenbissen), die du dir machst, umgehen sollt. Wie kann man erreichen, dass das Kind sich ruhig verhält und die Situation versteht, ohne ein paar Stunden zu jammern?

Wir sprechen von einem Kind bis zu 3 Jahren, weil es sehr schwierig ist, so kleinem Kind, die Angelegenheiten und Entscheidungen der Erwachsenen zu erklären.

Für einen Moment werde ich mich auf das schluchzen, weinen und stöhnen konzentrieren. Ich sage sofort, dass es keinen Rat gibt, der das Kind dazu bringt, sich in diese Situation zu freuen. Es gibt keinen Rat, der hilft dem Kind die Trennungsangst ruhig erleben. Du weißt, dass dein Kind, dieses Weinen und Jammern, braucht, weil genau auf dieser Weise, drückt es Emotionen aus. Über seine eigene Frustration kann er noch nicht sprechen, hat nur solche Werkzeuge.

Ein Kind hat sogar ein uneingeschränktes Recht auf diese Emotionen. Es ist nicht das Kind, das der Entscheidung getroffen hat, nur Erwachsene. Er hat das Recht zu denken, dass es nicht fair ist.

Es lohnt sich nicht das weinen „Schweigen“ zu bringen. Es ist wirklich besser, der ganze Wut und Leid rauszulassen.

Ich habe keine Angst davor

Du kannst deinem Kind helfen, indem du zeigst, dass du für diese unangenehmen Emotionen offen bist. Anstatt zu wiederholen: Ich bin schon da, es gibt keinen Grund mehr zu jammern und weinen. Man kann sagen: Es war sicher sehr schwer für dich, einen Tag ohne mich zu verbringen? Ich habe dich auch vermisst, ich verstehe dich gut. Ja, es ist schwierig. Jetzt können wir kuscheln, spielen. Wir haben Zeit für uns.

Um die mit der Trennung verbundenen Abendszenen schnell zu lösen, ist es sinnvoll, darauf hinzuweisen und achten, dass das Kind nach der Arbeit einen Moment Zeit hat, mit dir zu sein.

Dies ist die Phase, die für Kinder dringend benötigt wird. Es ist eine Zeit, in dem, du das Weinen nicht zum Schweigen bringst, nicht um eine Pause bittest, weil du auch müde bist.

Es ist Zeit für dein Kind und für seine Freude (nicht unbedingt mit einem Lächeln ausgedrückt) nach einem langen Tag. Entscheide selbst, wie viel es sein wird. Du kennst dein Kind am besten und kannst eine durchschnittliche Zeit trainieren.

Ich bin entschlossen

Es kommt jedoch der Moment, in dem du zu Abend essen möchtest, auf die Toilette gehen und sich zu Hause um etwas kümmern auch. Niemand kann es sich leisten, den ganzen Nachmittag mit einem jammernden Kind in den Armen zu verbringen, selbst wenn er seine Trauer versteht.

Du sollst jedoch bedenken, dass dein Kind möglicherweise möchte mit Jammerei nicht aufhören und (besonders in den ersten Tagen) den ganzen Abend gereizt wird. Es ist eine völlig neue Situation für ihn, irgendwie muss er sich daran gewöhnen. Du hast aber auch deine Bedürfnisse, und bei jedem Wimmern deines Kindes zu sein, macht aus dir die beste Mutter überhaupt nicht.

Informiere das Kind, dass du auf die Toilette gehst. Hocke, schau in die Augen, umarme und sag, was du brauchst. Leg dein Kind auf den Boden, löse dich aus dem Griff (ohne zu wackeln, sanft aber fest), informiere nochmal und geh: Ich sehe, du willst mein Bein halten, weil du sehnsüchtig bist. Ich verstehe es gut, wir haben  uns so viele Stunden nicht gesehen. Allerdings brauche ich dieses Bein für einen Moment, um auf die Toilette zu gehen. Ich bin bald zurück und wir können uns umarmen.

Wahrscheinlich wird dein Kind immer noch weinen und du wirst im Badezimmer sein, um die Dinge mit dem Klang dieses weinen zu erledigen. Es ist anstrengend, aber das Kind wird nicht verletzt. Dieses Weinen gibt Auskunft über Unzufriedenheit, bedeutet aber nicht, dass du eine schlechte Mutter bist, wenn du sich 5 Minuten lang im Badezimmer aufhältst. Wie kann man einem Kind sonst beibringen, dass die Mutter das Recht hat, ihre eigenen Bedürfnisse zu haben, und dass das Verschwinden aus den Augen für 5 Minuten bedeutet nicht, dass sie nie wieder kommt?

Erkläre ruhig, nachdem du das Badezimmer verlassen hast: Ich bin wieder da, danke, dass du einen Moment gewartet hast. Ich habe mich nach der Arbeit frisch gemacht. Hast du Lust am kuscheln oder magst du lieber mit Bausteinen spielen? Je mehr du das große Thema aus diesen wenigen Minuten machst, desto mehr wird dein Kind sich steigern. Es ist einfach besser, es nicht tun.

Dabei spielt der Partner die wichtige Rolle. Solch ein Kleinkind wird irgendwann besser ohne Mama klar kommen, wenn seine Aufmerksamkeit auf etwas Interessantes gerichtet ist. Papa kann versuchen interessantes Spiel anzubieten.

Dies ist eine große Unterstützung. Wahrscheinlich wird dies nicht immer funktionieren, aber es lohnt sich, dieses System zu üben, um deinem Kind zu zeigen, wie schauen Nachmittage mit berufstätigen Eltern. Kleinkinder können sich an viele Situationen gewöhnen, aber sie brauchen eine ruhige Anleitung in allen neuen Angelegenheiten.

Ich bin damit nicht einverstanden

Ältere Kinder können die Unzufriedenheit mit Verhaltensweisen, die die festgelegten Grenzen überschreiten, zeigen. Wenn ihr beispielsweise festgestellt habt, dass wir zu Hause kein Plastikspielzeug werfen, hast du möglicherweise den Eindruck, dass dein Kind dies speziell tut. Er weiß es, weil du deine elterliche Arbeit getan hast und kennt diese Regeln. Und doch macht er es. Um was geht ihm?

Du weißt bereits, dass es auch eine Möglichkeit ist, mit der neuen Situation umzugehen, aber du kannst auch den Eindruck haben, dass dein Kind es tut, um dich zu ärgern oder dich zu testen. Und du, gestresst wegen der Trennung, müde nach der Arbeit, musst dich den „Testen“ stellen.

Wie will er mich testen? In diesem Fall geht es nicht darum, dass du erlaubst diese Plastikspielzeuge zu werfen, sondern nur darum, dass du bestätigst, dass diese bekannten, zuvor festgelegten Regeln weiterhin gelten.

Manchmal ist es schwierig, eine Mutter, die wieder arbeitet, diese festgelegten Regeln weiter durchzusetzen, weil Vorwürfe (Gewissenbisse) ins Spiel kommen. Du weißt, dass das Kind sauer auf dich ist, und bedauert, dass du mehrere Stunden lang eine Sehnsucht verurteilt hast.

Sie möchten ihm wirklich helfen, diese Emotionen zu verstehen und sie zu entladen. Gleichzeitig möchtest du nicht zulassen, dass die von euch festgelegte Regel verletzt wird. Natürlich kann man die Grenzen „dehnen“.  Eigentlich, setzen wir dem Kind Grenze, damit es was zum Überschreiten hat. Ich werde darüber noch schreiben.

Wenn du jedoch sicher bist, dass du dies nicht zulassen möchtest, weil es nicht darum geht, neue Dinge zu kennen lernen, sondern nur Emotionen zu entladen, müsst du dem nicht zustimmen. Denk daran, dass du diese Grenzen nicht dafür setzt, dass dein Kind sie mag und immer mit Freude auf sie reagiert: du darfst nicht, du kannst nicht, ich möchte nicht, dass du es tust. Dies ist nicht der Zweck, sie zu bestimmen.

Sie geben ein Gefühl der Sicherheit und des Bewusstseins, das die Eltern beobachten und wissen, was sie tun. Deine Rückkehr zur Arbeit ist kein Grund alles zu erlauben. In dieser Moment wirft dein Kind wahrscheinlich das Plastikspielzeug rundherum, weil er wissen will, dass sich dieser Teil eures Alltags nicht ändert. Will sicher sein, dass meine Mutter dieselbe Mutter ist und meine Welt nicht auf den Kopf gestellt wurde. Zeig Verständnis, aber sprichst auch über die Folgen einer Überschreitung.

Zusammenfassung

  • Gewissensbisse wegen der Rückkehr zur Arbeit sollten das elterliche Selbstbewusstsein nicht beeinträchtigen, die Überzeugung, dass du weißt, was für dein Kind das Beste ist.
  • Berufstätige Eltern sind für ein Kind eine ganz normale Situation (kein Schaden), es muss sich nun daran gewöhnen.
  • Wenn du abendliche Schreie, Trauer und Gejammer als Mittel, um mit schwierigen Emotionen und einer neuen Situation umzugehen, behandelst, ist es für euch einfacher, diese zu überwinden.
  • Statt Gefühle zum Schweigen zu bringen und ein Verständnis von Kind zu erwarten, lass eine Welle von Weinen und Trauer zu. Es ist kein Schaden für das Kind, nur einen Weg, mit der neuen Situation umzugehen.
  • Du bist kein Sklave der Trennungsangst. Du hast Recht, einen Moment privat zu verbringen, nur für dich selbst. Du brauchst das für deine eigenen Gefühle.
  • Erkläre dem Kind, dass ihr nach einer Weile Trennung, wieder zusammen seid. Auch wenn dein Kind den Zeitbegriff noch nicht versteht, lohnt es sich zu erklären, was um herum passiert, was du tust und warum.
  • Grenzen und Regeln sollten keine Verhandlungskarte im Zusammenhang mit Gewissenbisse sein. Mangelnde Konsequenz bei der Einhaltung lässt das Kind nicht weniger vermissen oder dich mehr lieben. Ganz im Gegenteil. Er braucht die Gewissheit, dass sich der Alltag, von dem er so viel weiß, nicht verändert hat. Es gibt Fixpunkte und Eltern wissen, was sie tun.

Bleiben wir in Kontakt!

  • Hinterlasse einen Kommentar, denn für mich ist jedes Feedback zu meiner Arbeit sehr wichtig.
  • Wenn du glaubst, dass ich schreibe vernünftig und über wichtige Dinge, teil den Beitrag mit deiner Freunden.
  • Like“ unsere Fan Page auf Facebook, es gibt schon sehr viele Mütter, willkommen!
Wie spricht man mit Kindern über Emotionen?

Wie spricht man mit Kindern über Emotionen?

Wir sprechen oft über Emotionen, aber wenn es wirklich darum geht, sie zu definieren, wissen wir nicht unbedingt, wo wir anfangen sollen.

Denn was genau sind Emotionen?

Woher kommen sie und warum ist es so schwer sie zu verstehen? In Bezug auf die Theorie kann man sagen, dass Emotion ein Prozess ist, der im Körper unter dem Einfluss einer bestimmten Situation entsteht. Dieser Prozess beginnt, Veränderungen in unserem Körper zu verursachen. Diese Veränderungen können angenehm (Freude, Überraschung) oder unangenehm (Trauer, Angst) sein. IN der Praxis scheint es mehrere Faktoren zu geben, die zur Erzeugung von Emotionen erforderlich sind, nämlich drei Komponenten:

  • Erkenntnis Komponenten- wir bemerken einige Situationen, z.B. wir sehen einen Bären,
  • Physiologische Komponenten- unser Körper reagiert auf das, was wir sehen, z.B. das Herz beginnt schneller zu schlagen,
  • Verhaltens Komponenten- unsere Reaktion, z.B. Flucht.

Es gibt noch eine weitere Komponenten, über die gesprochen werden soll- subjektive Interpretation eines bestimmtes Ereignisses.

Es hängt von unserer Interpretation ab, ob wir uns von Emotionen mitreißen lassen und explodieren oder z.B. wir entscheiden, dass es lohnt sich zu überlegen und erst dann Entscheidung zu treffen.

Wie es in der Praxis aussieht

Stell dir vor, du gehst friedlich die Straße entlang, das Wetter ist schön, die Vögel singen, die Schuhe sind bequem, es ist einfach alles perfekt. Plötzlich taucht ein großer Hund auf. Der Besitzer hinter ihm. Der Hund ist ohne Maulkorb, er hat ein Halsband, aber läuft ohne der Leine. Er geht am Bein des Besitzers, schnüffelt dies und das. In einem Moment sieht er dich an. Das ist eine konkrete Situation. Was passiert als nächstes? Es passiert etwas mit deinem Körper, obwohl denkst du nicht darüber, ob es Blut zirkuliert bei dir schneller. Du weißt nur, dass etwas passiert. Du interpretierst diese Situation weiter. Einige Leute halten dies für eine Bedrohung (potenziell) und werden (aus Sicherheitsgründen) auf die andere Straßenseite gelangen oder gehen zum nächsten Geschäft rein. Andere werden Besitzer des Hundes daran hinweisen, dass er einen Hund an der Leine führen muss, wenn sie in der Stadt spazieren gehen. Manche werden schreiend davonlaufen und andere werden streiten. Fähigkeit Emotionen zu interpretieren, einen kühlen Kopf bewahren und dann Entscheidungen treffen ist hier ein zentrales Thema. Wenn du jemals von einem Hund gebissen wurdest, besteht eine gute Chance, dass du Angst bekommst. Wenn du ein Hundeliebhaber bist, wirst du wahrscheinlich gehen und streicheln wollen. Die logische Schlussfolgerung liegt auf der Hand – wir sammeln Erfahrungen, lassen wir denn die Kinder es auch tun. Die Interpretation von Gefühlen hängt immer von unserer Erfahrungen ab. Je mehr Erfahrungen, desto mehr Interpretationsmöglichkeiten.

So einfach ist es nicht!

Die ganze Schwierigkeit besteht darin, dass sich unser Gehirn von Anfang an darauf konzentriert, Emotionen einzusetzen, um sich gegen die Bedrohung zu verteidigen. Wenn wir darüber sprechen, wofür wir Emotionen brauchen, ist dies die ursprüngliche Annahme, dass dies der einzige Weg ist, Leben zu verteidigen oder zu retten. Der einfache Weg, einem Kind es zu erklären, ist unseren Verstand zu teilen auf emotionale- und rationale Teil. Unser Verstand reagiert sofort, macht sich nicht so gern Gedanken, jedoch oft und schnell bemerkt er die potenzielle Gefahr. Es ist eine Art Problem, aber es war dem gut entwickelten Teil des Geistes zu verdanken, dass die menschliche Spezies eine Überlebenschance hatte. Es ist leicht vorstellbar, was passiert wäre, wenn ein primitiver Mann bei einem verdächtigen Kratzen oder Murmeln, sich zu wundern anfinge, anstatt anzugreifen oder seine Beine hinter den Gürtel zu nehmen: was kann es sein? Hat es freundliche Absichten? Ist es für mich gefährlich? In dieser Situation würde er entweder gegessen werden oder einfach verhungern. Obwohl prähistorische Zeiten für uns eine sehr ferne Vergangenheit sind, erinnert sich das Gehirn perfekt an sie. Der emotionale Teil des Gehirns ist schneller und sicherlich viel einfacher zu benutzen als der rationale. Um es zu erreichen, dass der rationale Teil öfter zu Wort kommt, muss man viel üben. Das Problem ist, dass die Welt vorangekommen ist und der ursprüngliche Til des Geistes ist für uns nicht mehr so sehr notwendig. Ich spreche nicht von lebensbedrohlichen Situationen, wenn wir gedankenlos flüchten. Ich spreche über das Alltagsleben, in dem man funktioniert viel besser wenn nicht nur emotional reagiert und den rationalen Verstand zu Wort kommen lässt. Er denkt gern, urteilt, weitschweifige Bemerkungen macht, bewährt einen kühlen Kopf und entscheidet nicht aus dem Bauch heraus. Die Fähigkeit, rationale Entscheidungen zu treffen, ist eines der Schlüsselelemente für die Entwicklung emotionaler Intelligenz.

Wie spricht man mit Kindern über emotionale Intelligenz?

Während wir keinen großen Einfluss auf unseren Intelligenzquotienten haben, kann emotionale Intelligenz während des gesamten Lebens entwickelt werden. Und es lohnt sich von Anfang an zu machen, weil das Verständnis des Mechanismus der Emotionsbildung, was mit unserem Körper geschieht, der Schlüssel zum Aufbau geistiger Immunität ist. Es gibt mehrere Bereiche, in denen es lohnt sich ein Kind (und vielleicht auch sich selbst) zu unterstützen.

Kenntnis der eigenen Emotionen

Man kann einfach damit beginnen Emotionen zu benennen. Die bekannteste und grundlegendste Klassifikation urteilt sie in einige Hauptklassifikationen und von diesen aus kann man leicht mit der emotionalen Erziehung beginnen: Traurigkeit, Wut, Freude, Angst. Natürlich hat jede dieser Emotionen viele Schattierungen und eine gewisse Intensität, was wiederum dazu führt, dass sie getrennte Namen haben, z.B.: ein sehr starke Zorn kann als Wut oder Raserei bezeichnet werden, und die Glücklichsein kann eine Vielzahl von Freuden sein. Eine gute Möglichkeit, über Emotionen zu sprechen, besteht darin, ihnen Namen oder Farben zu geben. Die Wörter selbst sind für das Kind sehr abstrakt. Je jünger ein Kind ist, desto schwieriger ist es, diese Abstraktion zu verstehen. Liebe oder Ekel kann sich jeder anders vorstellen. Eine gute Idee ist daher eine konventionelle Art, grundlegende Emotionen in der Familie darzustellen. Dies können farbige Punkte sein (z.B. ein roter Punkt ist Ärger, ein grüner Punkt ist Freude usw.), so dass das Kleinkind einen Anknüpfungspunkt für die Vorstellungskraft hat.

Ein weiteres wichtiges Thema im Zusammenhang mit der Kenntnis der eigenen Emotionen ist die Fähigkeit, die vom Körper in verschiedenen Situationen gesendeten Signale zu lesen. Viele Emotionen manifestieren sich auf konkrete Weise, z.B. schnellerer Herzschlag, Erröten, Tränen usw. Es lohnt sich, mit einem Kind über jedes derartige Signal zu sprechen. Zeichne sogar an diesen Punkten diese Signale. Ein trauriger blauer Punkt kann Tränen und ein wackeliges Gesicht haben.

Mit Emotionen umgehen

Ein weiteres wichtiges Thema ist der Umgang mit Emotionen. Nicht jedem Kind ist bewusst, dass wir keinen Einfluss darauf haben, dass eine gewisse Emotion auf uns fiel. Wir haben jedoch Einfluss darauf (oder lernen zu haben), wie wir auf dieses Gefühl reagieren. Es hängt von uns ab, ob wir rein emotional reagieren werden oder lassen wir unseren rationale Verstand zu Wort.

Es lohnt sich mit den Kindern, viele Situationen (theoretisch und praktisch) zu bearbeiten, in denen wir verschiedene Handlungsmöglichkeiten in Betracht ziehen. Es sollte dabei erklärt werden, dass dies unsere Interpretation der Realität ist, die immer sehr subjektiv ist. Eine sehr gute Methode um es zu üben ist das Spiel: Was würde passieren wenn…?

  • Was würde passieren, wenn jemand jetzt deine Bausteine wegnehmen würde?
  • Was würde passieren, wenn du deinen Bruder in der Wut in den Kaktus stoßen würdest?
  • Was würde passieren, wenn das Lächeln wie Blätter von einem Baum fallen würden?

Die Situation interpretieren

Stell dir eine Situation vor, in der du ruhig sitzt, bei der Arbeit ein Sandwich isst und deine Freundinnen am Tisch gucken auf dich und über etwas flüstern und lächeln. Du hat keinen Einfluss auf diese Situation (deine Freundinnen saßen am Nebentisch), die Emotionen fielen auf dich. Du spürst, dass deine Wangen rot sind (oder Ohren) und spürst eine gewisse Unsicherheit, weil du nicht weißt, warum sie lachen.

Diese Emotion ist ein vorübergehender Zustand, mit dem du etwas tun kannst, weil dir die Interpretation gehört. Du kannst sie zum Beispiel anlächeln und sich um deine Sachen kümmern. Du kannst auch denken, dass sie wahrscheinlich über dich reden, weil du kürzlich 3 kg zugenommen hast. Du hast nicht Kraft darüber hinwegzukommen und sie lachen, dass deine Bluse zu eng ist. Du kannst dich von Emotionen mitreißen lassen und denen sagen, was du darüber denkst.

Die Konfrontation unserer Vorstellungskraft mit der Realität ist oft überraschend. Kollegen können es dir erklären, sie haben dich zufällig angesehen. Und was? Und wirst du wahrscheinlich denken, dass du dir einen Moment Zeit geben solltest, um sich abzukühlen, bevor du angegriffen hast, oder? Und wenn du darüber schon nachdenkst, wirst du definitiv zu dem Schluss kommen, dass die Interpretation auch von vielen anderen Faktoren abhängt, wie z.B. deinem Wertgefühl, deinem Selbstvertrauen, deinem Schlaf, Hunger, Müdigkeit usw. Es lohnt sich darüber mit Kindern zu reden. Die Interpretation der Situation hat einen großen Einfluss auf das Erleben einer bestimmten Emotion und auf unser Verhalten.

Ich höre oft von Eltern, dass es für denn wichtig ist, das Verhalten von Kindern zu ändern. Hier (unter anderem, weil nicht nur) ist der Hund begraben. Anstatt sich auf die Beseitigung von Verhalten zu konzentrieren, ist es besser, sich auf das bewusste Erleben von Emotionen und deren Interpretation zu konzentrieren.

Mit Emotionen arbeiten

Natürlich gibt es für Kinder keine Möglichkeit einfach zu erklären: Denk, bevor du handelst – und Kinder werden tun. Es ist jedoch Wert, von Anfang an über Emotionen zu sprechen und zu zeigen, wie sie aussehen (was mit dem Körper geschieht) und wie sie sich auf unsere Entscheidungen und unser Verhalten auswirken. Je mehr solche Erfahrungen gemacht werden, desto größer ist die Chance, dass das Kind in Zukunft die Emotionen leichter erkennt und weiß, wie es damit umgehen. Und genauso ist es. Mit Emotionen kann man arbeiten. Wenn ich weiß, dass ich nervös bin, dass es normal, anstrengend, vielleicht seltsam, aber immer noch normal ist, wird es mir leichter fallen, nach Lösungen zu suchen und dieser Zustand beseitigen. Um jedoch so zu denken, lohnt es sich, eine wichtige Information zu haben- Emotion ist ein vorübergehender Zustand und selbst wenn es nicht angenehm ist, ist es nur ein Moment.Wenn ich sie nicht lange bei mir bleiben lasse, wird es schnell verschwinden, ich werde nach einem Weg suchen, nicht mehr traurig zu sein. Gerade für die weniger interessanten Emotion (Wut, Ärger, Frustration, Trauer) sind Informationen für Kinder äußerst wichtig. Anstatt also zu sagen: Ich bin traurig, es ist besser, einen Konkret zu beschreiben: Ich war traurig, als du zur Arbeit gingst.

Empathie

Fähigkeit, die Emotionen anderer Menschen zu erkennen– es ist auch sehr wichtiges Element wenn um emotionaler Intelligenz geht.Je besser wir unsere eigene Gefühle kennen, desto leichter ist es, die Gefühle anderer zu erkennen. Theoretisch Banalität, aber üben wir diese wichtige Fähigkeit? Um dies zu üben, reicht es aus, mehrmals am Tag mit dem Sprechen, Wiederholen und Nörgeln zugunsten nonverbaler Signale aufzuhören. Wenn es um Emotionen geht, bekommen wir die meisten Informationen, die damit zusammenhängen, durch nonverbale Kommunikation. Wörter sind ein kleiner Prozentsatz der Informationen über Emotionen. Eines der lustigen Spiele ist es, einfache Skizzen von Gesichtern mit unterschiedlichen Emotionen zu zeichnen. Es muss doch gerade kein Kunstwerk sein. Es geht darum, dass eine Person zeichnet und die andere errät.

Sobald ihr ein gezeichnetes Gesicht (oder einige)habt, könnt ihr unterhaltsame Geschichten erzählen, die sich auf die Emotionen beziehen, die diese Gesichter repräsentieren, zu Beispiel: Das ist ein Junge, sein Name ist Franek. Er ist traurig, weil sein Gesicht aussieht wie ein Hufeisen und Tränen aus seinen Augen kommen. Ich weine auch, wenn ich traurig bin. Franek wurde traurig, weil sein Lieblingskuscheltier verloren ging.Wahrscheinlich sehnt sich ein Teddybär nach Frank und wartet darauf, dass es ihn findet. Wenn Franek hört mit weinen auf, kann er seiner Mutter von seinen Problem erzählen und gemeinsam nach einem Teddybären suchen. In diesem einfachen Spiel geht es darum, das Kind zu lernen, ein bestimmtes Gefühl zu beschreiben. Er lernt zu wissen, dass es normal ist, Emotionen zu erleben. Es ist notwendig und dass es nicht nur ihm passiert. Man soll dem Kind auch mitteilen, was er tun kann, um sich von diesem Gefühl zu verabschieden (z.B. Traurigkeit). Natürlich gebe ich hier eine so einfache beispielhafte Geschichte. Es kann weiterentwickelt und mit weiteren Emotionen angereichert werden. Es hängt alles vom Alter des Kindes ab.

Beziehungen

Der nächste Schritt besteht darin, die Beziehung aufrecht zuhalten, indem Emotionen in anderen Menschen erkannt werden. Weil es keine Kunst ist, sich zu nähern und zu sagen: Oh, du bist verärgert. Der Kunst ist so handeln zu können, dass man jemandem wirklich hilft, jemandem tröstet, jemandem dazu bringt, wieder mit mir spielen zu wollen.Es ist auch eine Option zu dem Schluss zu kommen, dass wir uns nicht mögen und nicht mehr zusammen spielen möchten. Dies ist auch ein wichtiges Element für den Aufbau von Beziehungen zu anderen. In diesen Anfänger der sozialen Kommunikation in der Kindheit gibt es oft Streitigkeiten für immer, die eine Stunde oder einen Tag dauern. Dann kommt Frieden zwischen den Freunden um sich wieder zu streiten. Wenn man es von der Seite betrachtet, scheint es wie eine schwierige Freundschaft. Es ist jedoch ein notwendiges Element, um zu lernen, wie man Beziehungen zu anderen aufbaut. Ich bevorzuge Kinder, die streiten und sich versöhnen, anstatt ein Kind, das von allen gemocht werden will, leidet aber sehr wenn es abgelehnt wird.

Emotionen sind ein sehr breites Thema. Nicht nur im Kontext von Kindern, sondern auch von Erwachsenen. Jeder Elternteil steht früher oder später vor der Aufgabe, seinem Kind zu erklären, was Emotionen sind. Und nicht so allgemein, sondern detaillierter.

 
Was würde passieren, wenn das Kind die Verantwortung für seine Gefühle übernimmt?

Was würde passieren, wenn das Kind die Verantwortung für seine Gefühle übernimmt?

Wenn ein Kind weint oder wütend wird, stehen wir normalerweise auf unseren Köpfen, um diese Emotionen zu kontrollieren. Ich habe schon irgendwann erwähnt, dass ich die Definition der Beherrschung von Emotionen nicht mag, obwohl man kann es natürlich lernen.

Und was würde passieren, wenn wir ein trauriges Kind sauer werden lassen und wütend werden? Macht es uns wirklich zu schlechten Eltern, und das Kind ist ein emotionaler Verlierer?

Emotionen treten in das Spiel ein

Jeder weiß, jeder hat. Wenn Kinder ihre Emotionen zeigen, investieren wir viel Zeit und Energie, um sie zu unterdrücken oder auf andere Spuren umzuleiten. Für die „positiven“.

Ich spreche oft darüber, dass die Kinder sollen ihre Emotionen zeigen dürfen, wie sie es können und brauchen. Das bedeutet nicht, dass ein nervöses Kind darf einen Bruder zu schlagen oder Spielzeug zu zerstören, „weil er es braucht“.

In dem wir schwierige Emotionen unterstützen, bringen wir Kindern bei, wie sie in schlechten Zeiten zurechtkommen. Wir zeigen, wie es geht. Ärger oder Traurigkeit sind natürlich, aber Bruder wegen Ärger oder Irritation zu schlagen, wird nicht akzeptiert. Woher kann ein Kind es wissen, wenn nicht von Eltern?

Es gibt kein Verständnis für schlagen, aber für eine Wut, ja.

Anstatt sich darauf zu konzentrieren Stimmung zu verbessern, wenn ein Kind traurig ist, oder es zu verbieten, wenn ein Kind wütend wird, lohnt es sich das Kind zu lernen anders, als zum Beispiel durch Schlagen, Wut zu zeigen.

Wie man Traurigkeit erfahren kann, Leiden mitteilen und nicht hören müssen, dass: „es keinen Grund zum Weinen gibt“. Auch wenn das kleine Sorgen sind und wenig Leiden. Alle sind wichtig.

Verantwortung für Emotionen

Neben dem Akzeptieren und zeigen, dass alle Emotionen wichtig sind, gibt es etwas was wir wegnehmen, wenn wir sofort das „schwierige“ unter den Teppich kehren. Verantwortung für eigenen Emotionen und Taten, die ihnen folgen. Wenn ich das Spielzeug kaputt mache, hat das Konsequenzen – ich habe nix zum Spielen. Wenn ich wegen Traurigkeit nicht zu Abend essen würde, passiert etwas mit meinem Körper – ich habe Hunger. Es gibt eine Menge davon.

Je älter das Kind ist, desto mehr erkennt er es. Damit es jedoch funktioniert, sollten sie von Anfang an wissen, dass alle Emotionen wichtig sind.

Nicht nur diejenigen, die von Erwachsenen gerne gesehen sind. Schließlich erlebt jedes Kleinkind viel während des Tages.

Es lohnt sich, ihm eine Chance zu geben, sie ganz natürlich zu erleben: Wenn sie mich quälen, benehme ich mich in gewisse Weise. Wo, wenn nicht in einem sicheren Familienheim, sollte ein Kind von dieser Verantwortung erfahren?

Für mich ist das Spiel der beste Weg, ein Kind zu unterrichten. Das ist das wichtigste Instrument zur Unterstützung von Bildung.

 
Andere Kinder können am Tisch ruhig sitzen aber mein Kind kann es nicht!

Andere Kinder können am Tisch ruhig sitzen aber mein Kind kann es nicht!

Zitat im Titel nahm ich wortwörtlich aus dem Gespräch mit Eltern. Es gibt sehr viele ähnlicher Gespräche. Ich komme zu dem Schluss, dass gemeinsame, friedliche Mahlzeiten ein Mythos sind. Sowas sieht man nur im Fernsehen und die Realität ist völlig anders. Dem stimme ich nicht wirklich zu. Gemeinsame Mahlzeiten sind das toller Familienerlebnisse und sicher auf jeden Fall zu organisieren und genießen.

Ruhig? Warum sollten sie ruhig sein? Und was bedeutet das eigentlich?

Wahrscheinlich für jeden von uns etwas anders. Für mich bedeutet das kein Streit, aber sicher nicht ruhiges Kind (das nicht zappelt, nicht redet, spielt nicht mit essen, sag nix wenn ihm nicht schmeckt). Die Essenz eines gemeinsamen Essen, hängt nicht von Artigkeit des Kindes ab, sondern von unserer Herangehensweise an das Thema.

In diesem Artikel schreibe ich darüber, wie alle ein gemeinsames Essen genießen können.

In letzter Zeit kamen zu mir viele E-Mail mit Frage: „Was tun, um zu erreichen, dass das Kind ruhig am Tisch sitzen bleibt? So, dass wir irgendwie dieses Essen überleben, ohne schreien, ohne zu reden, ohne Essen zu spucken. Wie kann ich erreichen, dass das Kind alles vom Teller isst“.  Ich verstehe diese Frage so: „Wie kann ich erreichen, dass das Kind ruhig am Tisch sitzen bleibt und ruhig isst und das so schnell wie möglich hinter sich haben?“. Ich sage es so: das ist nicht nett, wenn ein Kind ruhig beim Essen sitzt. Es geht nicht um das, dass die Mahlzeit als Straffe oder eine unangenehme Situation betrachtet wird. Ein Kind kann es so betrachtet. Wir sitzen am Tisch, wir dürfen nicht viel reden, oder überhaupt nicht, wir gucken aufeinander und einfach essen. Und das wars. Es ist leicht vorstellbar sich in dieser Situation zu versetzen. Erwachsene lieben es zu schlemmen und einfach bisschen quatschen. Wir erwarten von dem Kind, dass es ruhig und still am Tisch sitzen wird. Wir wissen aber selbst, dass es am Tisch toll ist, wenn man miteinander reden kann und teilen, was man heute alles erlebt hat. Deshalb verstehe ich nicht einen so großen Drang auf Kinder. Warum sollen sie so ruhig sitzen? Vielleicht es geht hier um das Wort „ruhig“. Was bedeutet „ruhig“? Es ist ein sehr allgemeiner Begriff, mit dem wir, als Erwachsene, nicht klar kommen. Auf der einen Seite wollen wir, dass es alles so ruhig und höflich wird. Auf der anderer Seite, ist „höflich“ und „ruhig“ nicht unbedingt was gute. Wir wollen doch nicht, dass unser Kind immer höflich und brav ist. Er wird seine Meinung nicht haben und  sich nicht in eine Konfliktsituation versetzen können. Wenn wir also zu dem Schluss kommen, dass solch ein trauriges Sitzen am Tisch in der Stille und ein sehr braves Kind nicht cool sind, dann warum erwarten wir von ihm, dass er doch ruhig und still am Tisch sitzt. Besser ist deinem Kind zu zeigen, wieviel Spaß macht zusammen essen. Vielleicht ist das die Lösung. Wenn wir annehmen, dass man am Tisch reden kann, mit den Beinen winken darf und quatsch machen. Natürlich hängt es auch vom Alter des Kindes. Nehmen wir an, wir reden über 2- oder 3-jährige Kinder. Der Kindergarten nähert sich und Kind muss sich benehmen. Es wird andere Kinder geben, die brav am Tisch sitzen können. Und hier kommt Nervosität und Stress, dass das Kind es können muss. Auf der anderen Seite sind wir bewusst, dass Kinder im Alter von 4 und 5 Jahren nicht 20 Minuten ruhig sitzen können. Gib denn die Möglichkeit mit den Beinen zu winkeln und reden. Nun, dass wir uns gut verstehen. Es geht mir nicht um das, dass die Kinder am Tisch tun was sie wollen. Der Punkt ist, Kindern zu zeigen, wie man kann sich am Tisch gut benehmen, wie es klug machen und wofür kann es verwendet werden. Wenn wir anfangen es von den jüngsten Jahren zu zeigen, statt „still sitzen“ zu erfordern, werden unsere Kinder es verstehen. D.h. es ist erlaubt zu sprechen aber ist nicht erlaubt mit Brokkoli zu spuken. Es ist erlaubt mit Beine zu winken, ist aber man darf niemanden treten. Wie die Atmosphäre beim Tisch wird, hängt von uns Erwachsene ab. Wenn wir wissen, dass das Kind seine Beine winken muss (und wir wissen dass es einfach muss), dann sollen wir ihn Platz dafür erschaffen. Lass uns es so tun damit das Kind sich bewegen kann und dass es ab und zu aufstehen könnte. Vor allem wenn wir wissen dass es sehr bewegliche Kind ist. Es ist keine Sünde wenn ein Kind vom Tisch aufsteht. Es hat nichts mit guten Manieren zu tun. Das Kind braucht Bewegung. Ich habe so ein bewegliches Kind. Karolina muss jede Aktivität, die Konzentration erfordert,  viele Male unterbrechen. Ich sehe nichts falsch daran. Manchmal schicke ich Karolina Servietten oder Salz zu holen. Alles das hat mit Mahlzeit zu tun. Es ist nicht so, dass ich sage: „Ok, jetzt kannst du spielen gehen und wenn du es willst, gehe na dir mit Teller“. Alle Aktivitäten, die ich ihr anvertraue, geben ihr das Gefühl wichtig zu sein. Sie führt weiterhin die Aktivitäten im Zusammenhang mit dieser Mahlzeit durch. Sie kann für einen Moment aufstehen, seine Knochen strecken und danach ist für sie einfacher das Essen zu beenden. Es gibt noch etwas worüber ihr fragt: „Wie kann ich tun, damit mein Kind alles isst?“. Nichts tun. Ich habe einen langen Artikel geschrieben i  dem ihr findet 47 Tipps wie man ein Kind zum Essen anregen kann. Das sind aber Tipps die dazu anregen neue Geschmacksrichtungen zu lernen. Es gibt auch Tipps für Mütter von Kinder die nur ein Lieblingsgericht haben oder tatsächlich wollen nix essen und man muss intervenieren. Nur dazu zwingen eine ganze Mahlzeit zu essen, ist keine gute Idee. Wenn das Kind sagt: „Gut, es reicht, habe genug. Ich bin satt“, aber unserer Meinung nach ist zu wenig (weil er/sie hat nur 4 Esslöffel Reis oder paar Esslöffel Suppe gegessen), sollen wir es so lassen. Mit Aussage: „O nein, du musst noch für Mama esse, für Papa usw.“, geben wir dem Kind zu verstehen: „Du Kind weißt nicht wann du satt bist. Du bist zu klein, zu wenig erfahren, nicht weise um es selber festzustellen. Ich bin Erwachsene und ich muss dir sagen wann du satt bist“. In diesem Moment lernt das Kind sich auf das zu verlassen was wir sagen. Das wirkliche Bedürfnis aber wird untergedrückt. Dies führt dazu, dass das Kind weiß nicht mehr ob er bereits satt ist. Das verursacht dass das Kind fühlt sich am Tisch unwohl. Es beginnt dann jammern. Ist vielleicht tatsächlich besser dem Kind erlauben zu entscheiden wie diese Mahlzeit aussehen soll und wieviel kann es essen. Ich weiß, dass für Eltern dieser Rat schwer zu verdauen ist. Trotzdem denke ich dass es ist besser so. Ich gebe lieber meinem Kind öfter was zum Essen. Ich weiß dann zumindest, dass er essen wird, auch wenn es nur zwei oder drei Bisse sind. Es funktioniert oft besser, als ein Kind 3 oder 5 Mal täglich an den Tisch sitzen lassen. Auf diese Weise wird er nicht gerne am Tisch sitzen, wird keine gemeinsamen Mahlzeiten mögen.